Garndruck, s. unter Zeugdruck. Garndynamom'éter oder Garnstärkemesser (frz. éprouvette, cassefil; engl. dynamometer for measuring the strength of varn), ein Instrument, welches zur Prüfung, resp. Vergleichung verschiedener Garne in Bezug auf ihre Festigkeit dient. Obwohl derartige Apparate schon längst existieren, haben die G. doch erst in neuerer Zeit an Stelle der bis dahin üblichen Methode, welche ausschließlich auf dem durch übung und Erfahrung gewonnenen Urteil beruhte, Eingang gefunden. Hinsichtlich der Konstruktion wird bei den meisten dieser Apparate die 2874 15 der Festigkeit durch Federwirkungen, bei den übrigen direkt durch successive Zugbelastung mittels Gewichte in fester oder flüssier Form bewerkstelligt. G. der erstern Gattung sind die ältern Konstruktionen von Regnier, Perroux und eine solche neuern Datums von Hottinger u. Comp. in Zürich. Zu der letztern Gattung gehören die Instrumente von Montanier und David, die nach Art der Zeigerwagen je aus einem mit einem Gewicht versehenen, im unbelasteten Zustande vertikal herabhängenden ungleicharmigen Hebel bestehen, der, bei steigender Belastung sich der horizontalen Lage nähernd, die Größe der Belastung auf einem empirisch graduierten Quadranten angibt. Bei dem G. von Stecker ist als Gewicht Quecksilber benutzt; bei dem schon um 1820 bekannt gewordenen Instrument von Catlinetti sind beide Arten vereinigt.