Gasteromyeeten (Bauchpilze), Pilzfamilie aus der Gruppe der Basidiomyceten. Die G. unterscheiden sich von den übrigen Abteilungen der Basidiomyceten (s. d.) hauptsächlich dadurch, daß die sporenbildende Schicht, das sog. Hymenium, niemals an der Außenseite liegt, sondern stets im Innern des bauchartigen Fruchtkörpers, umhüllt von einer einfachen oder zusammengesetzten und verschieden gestalteten Haut, der sog. Peridie. Das Innere der G. ist entweder als eine einzige Höhlung ausgebildet, in der die Basidien (s. d.) liegen, oder es ist eine in mehrere Kammern geteilte Innenmasse, die sog. Gleba, vorhanden, die bei der Reife der Sporen häufig eintrocknet und sich in ein eigentümliches fädiges Geflecht, das sog. Capillitium, umwandelt, in welchem die Sporen liegen, oder auch zu einer weichen und breiigen Masse wird. Die Peridie öffnet sich bei der Reife der Sporen in sehr verschiedenartiger Weise. Die G. sind meist ansehnliche Pilze, die sowohl auf als auch in der Erde wachsen und zum Teil auch an altem Holze vorkommen. Die Fruchtkörper derselben haben in der Regel eine rundliche, oft kugelige Gestalt; ein Stiel ist an denselben nur selten entwickelt. Die G. sind fast über die ganze Erde verbreitet, im jugendlichen Zustande meist eßbar; giftig sind nur wenige. Von den in Deutschland wachsenden Gattungen sind am bekanntesten: Bovista, Lycoperdon, Geaster, Phallus, Scleroderma und der durch eigentümlichen Offnungsmechanismus ausgezeichnete Sphaerobolus. (S. die speziellen Artikel.)