FeedGedackt (d. h. gedeckt)
MusikBrockhaus 1882

Gedackt (d. h. gedeckt), alte und gewöhnliche Bedie zur . der gedeckten Labialstimmen der Orgel, für hohe, wie namentlich für tiefe Stimmen im Gebrauch sind. Ihr Klang entbehrt der Helle und rische; aber sie sind besonders aus ökonomischen hründen deshalb wertvoll, weil sie eine Oktave tiefer stehen als die offenen Flöten von gleicher Länge, daher billige und wenig umfängliche tiefe Register abgeben. (. d.) als der innerlichen Bewegung der Vorstellungen und ist deshalb immer die zu einem abgeschlossenen Resultat gelangte Verknüpfung von Vorstellungsinhalten, sei es, daß dieselbe sich als eine Wahrheitserkenntnis oder Überzeugung, sei es, daß sie sich in der Form von erinnerten oder phantastisch gebildeten Denkbestimmungen ausdrückt. In letzterer Hinsicht gilt es, daß jeder seine eigenen G. hat; in ersterer beansprucht der G. objektive Allgemeingültigkeit. Gedankenreichtum ist die Folge lebhafter und vielseitiger Vorstellungsbewegung, Gedankenarmut die Folge eines zu trägen und matten Ganges der denkenden Aufmerksamkeit. Den mehr oder minder vorübergehenden Zustand der Unaufmerksamkeit, in welchem die gesetz⸗ und zweckmäßige Verknüpfung der Vorstellungen aufgehoben ist, nennt man Gedankenlosigkeit. Dagegen sagt man von jemand, der seine Aufmerksamkeit irgend einem ihn lebhaft interessierenden Gegenstande ausschließlich zuvendet und darüber seine Umgebung vergißt, er sei in Gedanken.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 627Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 6

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Musik 6