Frambö (chirurg.), s. Knochenbrüche. rambösie (vom frz. kramboise, Himbeere) oder Erdbeerpocken, amboinische Pocken, Beerschwamm, auch aws, Pians oder Sarn es genannt, eine eigenartige Hautkrankheit, welche sich nur in den Tropenländern, insbesondere an der Küste von Guinea und den benachbarten Teilen Afrikas vorfindet und durch das Auftreten kleiner weißer Pusteln auf geröteter und entzündeter Haut, sowie daraus entstehender Geschwüre und schwammiger Auswüchse von Form und Größe einer Himbeere zu erkennen gibt. Derartige Wucherungen, welche eine klebrige, zu Krusten und Borken eintrocknende Flüssigkeit absondern, finden sich namentlich an Gesicht und Backen, in den Achselgruben, am Rumpf und an den untern Extremitäten. Der Verlauf der Krankheit ist male,selbst ein sehr langwieriger, und es können Monate, selbst Jahre vergehen, ehe sämtliche Geschwüre vernarben und die humbeerartigen ucherungen welk werden und schließlich abfallen, woraufgewöhnlich völlige und dauernde Genesung eintritt; doch bleiben häufig noch lange nach der Heilung dunkel pigmentierte Stellen zurück. Neger werden vorzugsweise von der F. befallen, während Creolen und Europäer nur in einzelnen Fällen von * ergriffen werden. Die Behandlung besteht am besten aus häufigen Bädern, Einreiben der geröteten Stellen mit Perubalsam, Bestreuen der Pusteln mit austrocknendem Streupulver 5. und Stärkemehl), schonendem Entfernen der Krusten und Borken und Bestreichen der Geschwürsflächen mit Höllensteinlösung, worauf ein Olläppchen aufgelegt und durch einen gutsitzenden Druckverband befestigt wird.