Georgens (Jan Dan.), Pädagog, geb. 12. Juni 1823 bei Dürkheim an der Hardt, studierte in Heidelberg, Gießen und Berlin Naturwissenschaften und Pädagogik, war dann Lehrer an der obern Mädchenschule in Frankenthal, hierauf an der höhern Knabenerziehungsanstalt in Mannheim und begründete 1848 in Worms ein Institut für höhere weib-Bede Bildung, mit dem er 1850 nach Baden übersiedelte. Im J. 1852 begab sich G. nach Wien, wo er vier Jahre lang die Erziehung der zehn hinterlassenen Kinder des Grafen Friedrich Deym leitete; 1856 begründete er sodann in Gemeinschalt mit dem Direktor des ersten wiener Kinderhospitals, Professor Mauthner, auf Schloß Liesing bei Wien die Erziehungsanstalt Levana für geistesschwache Kinder. Er stand dieser Anstalt bis 1866 vor, lebte hierauf in der Schweiz und in Nürnberg und siedelte 1868 dauernd nach Berlin über. G. Schriften beziehen sich fast alle auf die Neugestaltung der Volksschule und ihre Nebenanstalten und charakterisieren die sozialpädagogischen und heilpädagogischen Aufgaben der Gegenwart. Hervorzuheben sind: «Bilderwerkstatt. Als Arbeitsübung für die Jugendo (in Gemeinschaft mit seiner Frau J. M. von Gayette-G. (s. d.]), Bd. 1 und Bd. 2, Heft 1, Glogau 1856 6ʃ1), „Sternbilder⸗-Buch (Wien 1858), «Die Heilpädagogiko (mit H. Deinhardt, 2 Bde., Lpz. 1861—63), „Die Schulen der weiblichen Handarbeito (mit J. M. von Gayette-G., 3. Aufl., 12 Hefte, Lpz. 1883), „Mutter- und Kindergarten-Bucho (6 Hefte, Lpz. 1879), «Illustriertes allgemeines Familien-Spielbuchv (mit J. M. von Gayette-G., Lpz. 1882), (Illustriertes Sport-Bucho (Lpz. 1882 fg.) u. s. w.