Geotektonik (grch.) nennt man die Architektur, also den Aufbau, die Lagerungsverhältnisse der Erdkruste oder eines Teils derselben. Als Bausteine dienen die Gebirgsglieder, d. h. größere, durch ihre Form und ihr Material als selbständiges Ganzes gekennzeichnete Gesteinsmassen. Dieselben sind entweder geschichtet (sedimentär, vom Wasser abgelagert), oder massig (eruptiv, vulkanisch). Erstere bilden Schichtenkomplexe (Formationen) und sind entweder horizontal gelagert, oder aufgerichtet, gefaltet, gebogen und verworfen, während die massigen Gesteine die geschichteten in Gant von Gängen oder Stöcken durchsetzen und sich an der Erdoberfläche zu vulkanischen Decken, Lagern und Strömen ausbreiten, oder aber zu Puppen, Domen aus glockenförmigen Bergen aufstauen können.