FeedGeschlechtskrankheiten
HeilkundeBrockhaus 1882

Geschlechtskrankheiten, im weitern Sinne alle Krankheiten des männlichen und weiblichen Geschlechtsapparats, im engern Sinne diejenigen krankhaften Zustände der äußern Genitalien, welche Folge eines unreinen Beischlafs sind, wie der Tripper, die Feigwarzen, der Schanker, die Syphilis u. a. (S. die betreffenden Spezialartikel.) Bei allen G., sowohl des Mannes als des Weibes, kann nicht eindringlich genug vor der Behandlung durch unwissende Quacksalber und Kurpfuscher, durch populäre Bücher oder brieflich kurierende Arzte gewarnt werden, weil hierüber nur zu häufig der richtige Zeitpunkt eines erfolgreichen therapeutischen Eingreifens versäumt wird und schwere, selbst unheilbare Schäden zurückbleiben. Wer sich eine G. uch gezogen hat, wende sich deshalb so früh als möglich an einen geschickten Arzt, da eine genaue örtliche Untersuchung der erkrankten Teile für die richtige Erkennung und Behandlung der betreffenden Leiden durchaus unerläßlich ist, und nur eine frühzeitige sachverständige Behandlung vor schwerem Unheil zu behüten vermag.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 873Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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