FeedBitterklee
HeilkundeBrockhaus 1882

Bitterklee, Fieberklee, Zottenblume, Magenklee, Dreiblatt, Wiesenmangold (Menyanthes trifoliata L.) ist eine zur Familie der Gentianeen gehörige Pflanze. Sie hat einen fünfspaltigen Kelch, eine trichterförmige, fünfspaltige, innen mit dichten, langen Zotten besedte, am Rande der Zipfel ziemlich gefranste Blumenkrone, eine zweilappige Narbe, einfächerige und zweiklappige Kapsel. Der fingerdicke, 1 Boden. tengel der Pflanze kriecht in sumfigem Boden. Von ihm erheben sich auf unten shewenariigen Stielen die dreizählig zerschnittenen, kleeähnlichen Blätter mit ovalen oder verkehrt eiförmigen Blättchen. Der Blütenschaft tritt unmittelbar unter den diesjährigen Blättern aus der Achsel einer Stengelscheide hervor und trägt eine hübsche Blütentraube von 10—20 weißen oder blaßrosenroten Blüten. Die Pflanze wächst auf sumpfi⸗ — Wiesen und auf Torfmooren in Mittel⸗ und ordeuropa, dem nördl. Asien und in Amerika und blüht im Mai bis Juni. Die geruchlosen, sehr bittern Blätter sind als Folia s. Herba trifolii fibrini, das daraus bereitete bittere Extrakt, das gegen krankheiten angewandt wird, als Extractum trifolii fibrini offizinell. Das Kraut enthält einen eigentümlichen, nicht krystallisierbaren Körper von hellgelber Farbe, das Menyanthin. In Nordeuropa wird das Kraut von den Brauern oft anstatt des Hopfens benutzt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 108Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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