Gespinstfasern (frz. fibres textiles, engl. textile fibres), die teils dem Tierreich, teils dem Pflauzenreich entstammenden Rohmaterialien der Spinnerei. Die wichtigsten der hierbei in Betracht kommenden Tierhaare sind die Schafwolle, das Haar der Angoraziege, das Alpakahaar und die Seide. Die vegetabilischen G. sind entweder Haarbildungen, wie die Baumwolle, die Wolle der Wollbäume, oder sie werden durch einen mehr oder minder umständlichen Prozeß teils aus der Innenrinde (Bast) dikotyler Pflanzen (der vorzugsweise sog. Gespinstfaserpflanzen) rein dargestellt, wie Flachs, Hanf, Chinagras, Jute, teils, wie Neuseelandflachs, Aloéhanf, aus den Blättern, teils, wie Manilahanf, aus den Stengeln, oder, wie die Kokosfaser, aus der Fruchthülle monokotyler Gewächse gewonnen.