Geste (vom lat. gestus), Geberde, Handbewegung als Ausdruck des Gefühls; gestikulieren, Gesten machen; Gestikulationen, die eine Rede begleitenden und nach dem Sinn der ausgesprochenen Gedanken sich modifizierenden Bewegungen der Arme und Hände; Gestikulator, einer, der gestikuliert, Gaukler; gestikulatorisch, durch Geberdensprache ausgedrückt. Geste (Chansons de), altfranz. Heldengedichte in zehn oder zwölfsilbigen Versen. Ihre Stoffe sind meist dem Kreise der Karlsage entnommen. Die berühmteste Chanson de geste (vom lat. gesta, d. h. Thaten, weil die Thaten der Helden darin besungen werden) ist die Chanson de Roland. Vgl. Paris, Les chansons de gester (Par. 1859).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 916Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei