Felix II. wurde nach der Verbannung des Liberius 355 zum röm. Bischof gewählt. Nach der Rückberufung des Liberius, der mittlerweile mit den Arianern seinen Frieden gemacht hatte, wurde F. vom Volke vertrieben (358), behauptete sich aber in der von ihm selbst erbauten Basilika an der aurelischen Straße und starb erst acht Jahre später, 22. Nov. 365. Der Streit der beiden Päpste scheint zu Kampf und Blutvergießen geführt zu haben. Nach dem Berichte eines seiner Anhänger wäre F. an der Stadtmauer bei der Wasserleitung Trajans ermordet worden.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 663Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei