Hand, f., 1. (Herald. und Symb.) die Hand in Wappen, meist die aufrechte rechte Hand, flach oder geschlossen, soll Stärke, Einigkeit, Treue und Unschuld bedeuten. Bei den Mohammedanern ist sie Sinnbild der Gerechtigkeit. In der israelitischen Kunst bedeutet sie Unterordnung unter Gottes Willen; in der christlichen: Treue, Freundschaft (bes. zwei verschlungene Hände), aufopfernde Liebe (Hand mit Wundmal), Segen des Herrn (segnende Hand), Allmacht Gottes (Hand, die aus den Wolken hervorragt); wenn sie eine Krone hält, deutet sie auf die dem Sohn verliehene Gottesmacht. — 2. (Deichb.) auf die erste, zweite, dritte Hand fahren, den Karren von dem Ort an, wo die Erde gestochen wird, bis dahin, wo sie verbraucht wird, ein⸗, zwei⸗, dreimal an einen andern Arbeiter übergeben. — 3. (Maur.) über die hand arbeiten, d. h. über die in Arbeit begriffene Mauer hinweggreifend arbeiten, bes. da vorkommend, wo man äußerlich keine Gerüste anbringen kann.