Holzschröter, hirschläfer, m. (Lucanus Cervus L.), ist der größte unserer einheimischen Käfer, dessen Männchen durch die beiden, dem Hirschgeweih ähnlichen, mehr als zolllangen Freßzangen ausgezeichnet sind. Behufs der Eierunterbringung arbeiten beide Geschlechter tiefe Gänge in faule Stöcke oder Stämme hinein; die Larven leben von faulendem Holz und bedürfen mehrere Jahre, ehe sie ihre volle Größe erreicht haben; ihre Puppenhüllen sind so groß wie ein Hühnerei. Da der Käfer nur faules Holz angreift, ist er eigentlich nicht schädlich zu nennen.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 59Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei