Schabe, t. (Blatta), so nennt man eine Gattung heuschreckenähnlicher Kerbthiere, die sich durch ihren glatten Körperbau auszeichnet. Ihre Fühler sind borstenförmig, 80gliederig, ungefähr so lang wie der Körper. Die Weibchen sind oft ungeflügelt. Da ihre Nahrung hauptsächlich aus denselben Stoffen besteht, welche auch der Mensch genießt, so halten sich mehrere Arten gern in den Wohnungen auf u. werden durch ihre Näschereien, welche sie bei Nacht ausführen, sehr lästig. Die gemeine Küchenschabe (B. orientalis L.), „Schwaben, Preußen, Russen“ in verschiedenen Gegenden gen., ist dunkelbraun bis schwarz. „Die deutsche Küchenschabe (B. germanica L.) ist viel kleiner u. schmäler, bräunlichgelb, mit zwei schwarzen Längsstreifen auf dem Brustschild. Die größte Art ist Dio amerikanische Schabe (B. americana L.), von hellrothbrauner Farbe, dunkelgelbem, doppelt geflecktem Halsschild u. sehr langen Fühlern. Ein Hauptschutz gegen 9diese Hausplage ist das Verstreichen aller Ritzen u. Reinflichkeit. Da, wo es angeht, kann man Schwefeldampf in die Schlupflöcher ziehen lassen oder bei gehöriger Vorsicht