Hyperoryd, n. (Chem.). So nennt man diejenigen Sauerstoffverbindungen der Metalle, welche sich als solche nicht mit Säuren verbinden können, sondern erst einen Theil ihres Sauerstoffes abgeben müssen, bevor sie sich mit Säuren zu Salzen vereinigen können. Der hierbei frei werdende Sauerstoff ist in vielen Fällen ozonisirt. Beim Zusammenbringen mitChlorwasserstoff(Salzsäure) entwickeln ferner diese H.e Chlorgas. Einige der wichtigeren Hee sind: Manganbioxyd (Manganhyperoxyd Braunstein), Kobaltsesquioxyd, Nickelsesquioxyd, Bleibioxyd (Bleihyperoxyd), Bariumbioxyd (Bariumhyperoxyd) etc. Auch Wasserstoffhyperoxyd ist bekannt.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 78Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei