FeedIndustrie-Ausstellungslokal
TechnikBau-Lexikon 1881

Industrie-Ausstellungslokal, n., frz. palais de l'industrie. Diese Gebäude bildeten sich seit 1851 rasch weiter aus. Bedeckte Fläche, in am. gezählt, boten die Bauten in: Die Hauptgebäude wurden auch für kleinere Ausstellungen, z. B. München, Leipzig etc., bekanntlich größtentheils aus Eisen u. Glas konstruirt u. daher den Namen Glaspaläste erhalten. Neuerdings hat man wiederum, auch selbst für etwas größere Ausstellungen, z. B. Halle 1881, Berlin 1881 u. 1882, Holzkonstruktion angewendet, aber in Sydney und Berlin brannten solche Gebäude ab und wird man wohl wiederum zum Eisen zurückkehren. In der That eignet sich auch zu diesen Hallen, welche einen großen Raum mit möglichst wenig Unterbrechung und möglichst viel Licht bieten sollen, am besten die Eisenkonstruktion (s. d.). In Beziehung auf die Einrichtung lassen sich bei der größere Maschinen müssen gesonderte Räume angebracht sein, sowie auch für manche andere Gegenstände, welche in größeren Gruppen zur Aufstellung kommen, oder bei deren Aufstellung besondere Rücksichten in Bezug auf Beleuchtung u. dgl. zu nehmen sind. Bei Weltausstellungen würde auch die Trennung nach Ländern zu berücksichtigen sein.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 97Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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