Kaabah, kE arab. eigentlich Würfel, daher jedes würfelähnliche Gebäude, bes. 1 höchstes Heiligthum der Mohammedaner, kleiner Tempel in Mekka, nach der Sage zuerst von Abraham bei dem Brunnen erbaut, den Erzengel Gabriel für Hagar entstehen ließ, Ende des 6. Jahrh. abgebrannt, von christlichen Architekten, die zu diesem Behuf gefangen wurden, unter Mohammed aus geraubtem, ursprünglichfür eine christliche Kirche bestimmtem Baumaterial wieder aufgebaut. An der Südecke äußerlich ist der schwarze, silbereingefaßte Stein, Hadschar-el-Aswad, eingemauert, der zur Kiblah, d. h. zum Orientirungspunkt für alle Moscheen der Erde, dient. — 2. Feuertempel der Perser u. Parsen.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 131Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei