Kanzeldekel, Kanzelhaube, Kanzelhimmel, frz. abatengl. sound-board, über sich. Seit Mitte des wurden die Kanzeln vielfach aus Holz gefertigt, Heidelberg unter der Herrschaft der Renaissance u. ihrer Ausartungen in wurden häufig sogar die Säulen weggelassen u. die Kan⸗ K zel auf Konsolen und dergl. an einen Pfeiler angehängt. Auch kam zu dieser Zeit die häßliche Mode auf, die ost de schön geschnitzte Kanzelbrüstung durch Draperien, die sogen. di Kanzelbekleidung, zu verdecken. Der Standpunkt der Kan⸗ b. zeln scheint zwar anfangs an der Südwestecke des Chors 3 gewesen zu sein, hat aber fast immer gewechselt und steht di noch jetzt nicht fest. Ueber ihre zweckmäßige Stellung s. d. le Art. Kirche. Ja, vielfach trifft man sogar tragbare Kan⸗(. zeln (manuale, pulpitum portatile). Auch an den Außen⸗ ir seiten vieler Kirchen finden sich Kanzeln, besonders an den frühenglischen Kirchen, wo sie im Freien oder in der ga. — lilaes aufgestellt sind, weil diese immer dem Publikum ei zugänglich waren. Die meisten freilich solcher für Kanzeln u gehaltener Balkons waren Heiligthumsstühle; häufiger fast kamen sogen. Feldkanzeln, d. h. getrennt von der Kirche ganz freistehende Kanzeln, vor. Als Verzierungsmittel sind die Bilder der Evangelisten in den Brüstungsfeldern, eine Taube oder ein Adler als Pultträger, für den Schalldeckel Engel etc. zu empfehlen. Kasclin, n., aus dem chines. Kaou-Ling (Miner.), Porzellanerde (s. d.).