Karmin, m., frz. carmin, m., engl. Carmine, a) rother. Man gewinnt ihn aus der Cochenille (s. d.). Der Zeichner 3. B. braucht ihn zum Ausfüllen der Grund⸗ und Baupläne; b) blauer Karmin, frz. indigo soluble, engl. blue carmine, ist mehr oder weniger reines indigoblau-schwefelsaures Kali oder Natron, welches durch Fällung einer Lösung von Indigo in Schwefelsäure mit Potasche, Soda od. Kochsalz erhalten wird. Ueber seine Verwendung s.d. Art. blaue Farben.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 153Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei