Kardinalwinde sind die vier Hauptwinde. Kurdioide, Herzkurve, frz. Cardiorde, f., engl. ardioid (Mathem.), ist diejenige Kurve (Fig. 2265), welche ein bestimmter Punkt eines Kreises vom Radius o m beschreibt, wenn sich dieser Kreis auf einem andern (dem Kreis um a mit dem Radius à20 m, der als fest angenommen wird) fortrollt. In Fig. 2272 ist Ox die Abseissenachse der Koordinaten, o y die Ordinatenachse; der Punkt mist der bestimmte Punkt auf dem rollenden Kreis, der, als das Rollen begann, sich in o befand, also gleichzeitig in beiden Kreisen lag. Die Kurve gehört zum 4. Grad und hat die 412 0. Die K. kann man auch auf andere Art entstanden denken: In dem Umfang des festen Kreises nehme man einen beliebigen Punkt K an, ziehe ok u. trage von k aus nach beiden Seiten auf der Linie o K Längen ab, die gleich o b, d. h. gleich 2 r sind, nämlich k mu. Kn., so sind m unden Punkte der gesuchten Kurve. Je nachdem man zur Gattung der Epicykloiden (s. d.), wie die ersterwähnte Entstehungsart zeigt, und hat Verwandtschaft zur Konchoide, wie die zweiterwähnte dies kundgiebt, indem hier die um o sich drehende gerade Linie o Kauf dem Kreis um 2 fortgeführt wird, während dies bei der Konchoide auf einer geraden Linie geschieht. Die K. ist aber auch gleichzeitig eine Brennlinie durch Zurückstrahlung oder eine katakaustische Kurve, die in der durch die angegebene Gleichung bedingten Form entsteht, wenn von einem Kreis, dessen Durchmesser dreimal so groß, wie der des festen Kreises um a ist, die Strahlen eines Lichtes zurückgeworfen —— — welches in einem Endpunkt dieses Durchmessers teht. s. Almandin und Granat, orientalischer.