Karminlack, m., auch Florentiner, Wiener u. Pariser Lack genannt; Verbindung eines aus Cochenille-Absud gefällten Niederschlages mit Thonerde, wird zu Oel⸗ und Leimfarben verwendet, auch in der Dekorationsmalerei mitunter zum Lasiren. Um ihn schneller zum Trocknen zu bringen, giebt man ihm Bleiweiß zu, wodurch er aber stets einen Stich ins Bläuliche erhält, den man durch etwas Hochgelb aufheben kann.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 153Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei