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Handwerk & GewerbeBau-Lexikon 1881

Kaufblei, u., frz. plomb rafhiné, engl. refined lead, das gewöhnlich im Handel vorkommende Blei (s. d.). Kaufglätte, k. (Hütt.), s. d. Art. Bleiglätte. 1Kaufhalle, f., Aaufhaus, n., Fondise, Bazar, frz. halle, f. engl. market-hall, ital. fondaco, lat. domus mercatoria. Im Mittelalter gehörten die Kaufhäuser in der Regel den Städten und standen bes. in kleineren Städten mit dem Gewand⸗ oder Rathhaus in Verbindung, vergl. „auch d. Art. Fondike. Wo jetzt noch welche errichtet werden, sind es in der Regel Privatunternehmungen. Am besten gestaltet man sie als großen Hof oder Passage, mit Glas überdeckt und mit Balkons in mehreren Geschossen umgeben, welche sich an Kaufläden hinziehen. Als Regeln bei solchen Anlagen können dann noch gelten: 1. von der Mitte des Hofes aus muß man mit einem Blick alle Firmen übersehen können; 2. die Zugänge nach oben müssen häufig und bequem sein; 3. an jedem Kaufladen muß ein kleines Kontor und Magazin liegen; 4. größere Speicher, Lagerkeller etc. müssen in der Nähe und gut zugänglich sein; 5. für Feuersicherheit, Löschapparate, Ventilation etc. muß umsichtig gesorgt sein.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 162Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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