Verkaufslokal, n., Kanfladen, m., Gewölbe, n., franz. boutique, engl. stall, shop. Die ganze Anlage muß von außen einen anlockenden Anblick gewähren und möglichst Einblick in das Innere gestatten. Ferner muß der Eingang thunlichst bequem sein. Höchstens zwei Stufen dürfen von atsbibliothek Heidelberg I INd der Straße hinaufführen. Sehr zweckmäßig ist es, die Thüre etwas gegen die Front der Schaufenster, franz. Etalage, zurückzurücken. Dies gewährt eine kleine, vor Regen geschützte Vorhalle und vergrößert die Flächen der Schaufenster, die sich als Seitenwände dieser kleinen Vorhalle fortsetzen. Starke Pfeiler zwischen den Schaufenstern sind natürlich zu vermeiden, am besten durch Anwendung der Eisenkonstruktion. Die Glasscheiben der Schaufenster u. der Spiegelwände inwendig an den Laibungen etc. werden am besten ebenfalls in Eisen gefaßt, welches dann gleichfalls mit Glas überzogen werden kann. Selbst die zur Konstruktion gehörenden Eisenstäbe, Säulen u. s. w. kann man mit inwendig versilberten Glasröhren belegen. Besondere Sorgfalt verlangt die Einrichtung des Verschlusses durch Vorsetzladen oder Rollladen, s. d. betr. Art. Man hat hierin in den letzten Jahren ungemeine Fortschritte gemacht, die aber noch nicht zu einem Abschluß geführt haben. Die innere Einrichtung richtet sich ganz nach der Natur der zu verkaufenden Gegenstände u. den Wünschen des Ladenbesitzers. Es läßt sich daher hierüber Allgemeines kaum sagen.