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Sport & SpielBau-Lexikon 1881

Kegelschnitt, m. (Math.), frz. section conique, engl. conic section. So heißt eine ebene Figur, welche bei Fig. 2304. Durchschneidung einer geraden oder Fig. 2305. nine pins, ital. carriera ai birilli, 1. eine horizontale, bedeckte od. offene, 12—30mlange u. 1,½—2 mbreite Bahn zum Kegelspiel. Man schlägt die Bahn, der Festigkeit wegen, mit Lehm, auch mit Thon aus, bestreut sie mit Hammerschlag vder feinem Sand od. belegt sie mit Kegelschnbästrich (l. Aestrich 2., doch sind auch Nr. 10, 18,21 zu empfehlen). Neuerdings belegt man die Kegelbahnen vielfach mit Marmor, Cement, Fruchtschiefer etc., doch find die Aestrichbahnen vorzuziehen, weil der Aestrich elastischer ist als alle die genannten u. ähnliche Materialien, auch deren Lärm vermeidet, den das Rollen der Kugeln auf Marmoretc. verursacht. Man befeftigt an den Seiten der Bahn aufrecht stehende Breter (Banden gen.), damit die Kugel nicht abweicht, u. legt am hintern Ende in den Aestrich ein hölzernes Kreuz übereck ein, worauf die Kegel kommen. An der einen Seite befindet sich zum Zurücklaufen der Kugel eine hölzerne Rinne, am besten nur aus zwei etwa mit Tuchschrot beschlagenen Latten ohne Boden, vorn aber zum Aufwerfen der Kugel eine Bohle aus hartem Holz in die Erde angebracht. Die Ausführung muß sehr sorgfältig u. akkurat geschehen. Um Unglücksfälle bei dem Zurückprallen der Kugel von der Hinterwand zu verhüten, hängt man in der Regel Matratzen an dieser Hinterwand auf. Besser ist es jedoch, die Hinterwand durch eine Reihe oben beweglich angehängter, 5—8em. starker runder Stangen zu ersetzen, welche dem Anprall der Kugel nachgeben; noch besser ist es, wenn jede dieser Stangen gepolstert ist. — 2. Galgenartiges Gestell, an welchem mittels einer starken Schnur die Kugel hängt, unter welchem sich dann das Holzkreuz für die Kegel befindet. Nöthiger Raum etwa 2½—3 m. breit, 4. lang.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 164Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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