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NaturlehreBau-Lexikon 1881

Kolkothar, Colcothar, n., frz. u. engl. colcothar, lat. caput mortuum, wird der beim Erhitzen von Eisenvitrion bleibende rothe Rückstand (unreines Eisenoxyd) genannt. K. ist unter verschiedenen Namen, als englisch Roth, Münchener Roth, Cemento etc., im Handel. Als Oelfarbe giebt das gewöhnliche K. ein schönes Kastanienbraun, als Leimfarbe ist es weniger reich, aber etwas röther, hat jedoch verschiedene Nuancen; es deckt gut und zeichnet sich vor dem preußischen Roth durch größeres Abfürbvermögen aus; mit Lack und Weiß gemischt giebt es eine Amaranthfarbe; bes. zweckmäßig ist, es zur Grundirung eiserner Bautheile statt des Bleimennigs anzuwenden. Voilateralfront, K. s. d. Art. Angriffsfront. EVollandirung, . österr. für Kontrole; s. Abnahme. kaollern, intr. Z., 1. (Bergb.) von einem eisernen Bergseil, sich verwirren u. zerreißen. — 2. (Wasserb.) wenn an Wasserkünsten etwas beschädigt ist u. der Satz nicht mehr gehörig gießt, so sagt man, das Wasser kollert. — 3.(Eiseng.) wenn der Rand der Form zu den Eisengänsen naß ist und das hineinfließende Eisen infolge dessen spritzt, so sagt man, es kollere. Kallinention, f., frz. Collinéation (Math.). Kollineare oder kollinearverwandte Kiguren heißen nach Prof. Möbius zwei Figuren od. Systeme von Punkten und Linien, wenn jedem Punkt der einen Figur in der Weise ein Punkt der andern entspricht, daß wenn drei Punkte der einen Figur in gerader Linie liegen, dies auch bei den entsprechenden Punkten der andern Figur der Fall ist. Die K. spielt auch in der analytischen Geometrie eine Rolle.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 204Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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