FeedKrapplack
AllerleiBau-Lexikon 1881

Krapplack, m., frz. Iaque f. de garance, engl. madder-lake, ist die Thonverbindung der beiden rothen FarbdesKrapps genannt worden. Manstellt denselben dar, indem man Krapp mit der 4—6fachen Menge kalten Wassers ½ Stunde digerirt, das Wasser abpreßt u. dies 2—3mal wiederholt. Den Rückstand behandelt man bei 100 mit ½ Th. Alaun u. 6 Th. Wasser 3—4 Stunden lang, filtrirt ab und setzt zum Filtrat Boraxlösung oder kohlensaures Natron. Durch fraktionirte Fällungen mit den zuletzt genannten Substanzen erhält man Lacke von verschieden intensiver Färbung, von denen der beste Krappkarmin heißt.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 224Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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