FeedScharlachlack
Bildende KunstBau-Lexikon 1881

Scharlachlack, m. (Mal.), Mischung aus Florentiner Lack und Zinnkall. Scharlathocher, t., zur Glasmalerei (s. d.) dienende rothe Farbe, erhalten aus grünem Vitriol, den man kalziniren läßt u. dann wiederholt in reinem Wasser auswäscht. scharlachrothe Beize, k, 1. für Holz; s. d. Art. Beize.— 2. Für Knochen und Elfenbein; man lege die zu beizenden Massen etwa 20 Minuten in verdünnte, kalte Salpetersäure, spüle sie mit Wasser ab und bringe sie 15 Minuten lang in eine sehr verdünnte Lösung von Zinnchlorür; darauf siede man sie in einer Färbeflotte, welche durch Kochen von 6 g. Karmin, 35 g. Soda und 560 g. Wasser und durch Uebersättigen mit Essigsäure erhalten wird, bis der gewünschte Farbenton erreicht ist. — 3. Um Marmor damit zu färben; man zieht Cochenille mit Alkohol aus und setzt etwas Alaunlösung zu; das Produkt wird warm aufgetragen.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 115Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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