Kredenztisch, m., Kredenz, k. 1. frz. rédence, autel decrédence, de prothèse, engl. credence-table, alinery, lat. eredentia, mensa propositionis, Tisch zu Aufstellung der heiligen Gefäße, aber nicht der Kreuzeetc. Derselbe steht auf der Kelchseite (Epistelseite) des Altars an der Wand, soll aus Pappel⸗ oder Fichtenholz bestehen, 2 oder 4 Füße haben, in Kathedralen 8 Spannen lang, 2 Spannen breit, etwas über 5 Spannen hoch sein; bei kleinen Kirchen od. Seitenaltären befindet sich an seiner Stelle oft eine Aredenznische, engl. 1ocker, lockyer. — 2. s. v. w. Schenktisch, Büffet, s. d. betr. Art.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 225Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei