Kreidegrund, Leimgrund, w., 1. (Vergold.) s. d. Art. Vergoldung u. Leimgrund. — 2. (Mal.) K. für od. unter Anstriche von Lackfarben. Man tränkt zuerst das Holz mit einem aus Pergamentspänen gekochten und durch ein leinenes Tuch geseihten dünnen Leim, indem man es damit so oft bestreicht, bis es durch die Leimtränke gesättigt ist; hierauf pulverisirt man feine, weiche Kreide, reibt sie auf einem Reibstein klar, kocht sie in Leimwasser, seiht sie durch, trägt diesen Kreidetrank mit einem Borstenpinsel 6—10mal warm auf, wäscht mit einem nassen Schwamm oder Tuch den trockenen Kreidegrund rein ab, ebnet ihn u. reibt ihn mit Schachtelhalm auf das beste ab. Man kann nun auf diesen Grund die Farben auftragen; zu diesem Ende reibt man solche auf das feinste mit Wasser, setzt die feingeriebene Farbe in kleinen Häufchen auf und trocknet sie, reibt sie dann mit Lackfirniß ab, verdünnt sie damit auch u. trägt sie dann so oft, bis der Grund satt ist, dünn und behutsam auf.