Ziegelofen, m., frz. four m. à briques, tuüles, engl. brik-kiln, tile-kiln; über die Theile der Ziegelöfen s. d. Art. Bank V., Ausschiebthür, Schürherd, Gasse, Feuergewölbe etc. 1. Ueber die Ziegelbrennöfen alter Konstruktion s.d. Art. Brennofen. — 2. Ueber Brennöfen für Dachziegel mit Holzfeuerung s. d. Art. Bogenofen. — 3. Ueber das Brennen in Feldziegeleien s. d. Art. Feldofen und Meiler. — 4. Ueber die liegenden Ziegelöfen s. Flurofen. — 5. Torfofen für Ziegelfabrikation. Die Größe richtet sich nach dem Einsatz, der von 300000— 1 200000 Stück variiren kann; sie sind gemauert, ohne Decke, zum Theil mit einem beweglichen hölzernen Dach zur Schützung der eingesetzten Wäre vor der Witterung versehen, und bilden ein längliches Viereck, woran eine Thür zum Ein⸗ und Aussetzen an dem einen Kopfende sowie eine verhältnismäßige Zahl einander gegenüberstehender Schürlöcher an beiden langen Seiten sich befinden. Ein Ofen für etwa 400000 Stück ist 8½ — 9 ½ m. lang, 7—8 m. breit und bis 5½ m. hoch. Die Umfassungsmauer, unten 1, m. dick, ist schon von unten oder von der Hälfte der Höhe aus eingezogen, so daß der Ofen nach oben enger wird; die innere Flur wird mit Steinen auf die hohe Kante ausgemauert, die Schürlöcher werden gewölbt, die Mauern von innen mit Ziegelthon verstrichen und im Nothfall damit ausgebessert. Zu Unterbringung des Torfes sowie zu Abhaltung des Windes von den Schürlöchern u. zum Schutz des Brenners wird an jede der beiden langen Seiten ein liglit / mothes 188456d4/0514 Schuppen gebaut. Man setzt beim Einsetzen zuerst eine,‚ milunter auch wohl eine zweite Lage gebrannte Steine auf die hohe Kante 810em weit aus einander auf den Flur in etwas schräger Richtung auf und bedeckt diese Lage mit alten Binsenmatten, um etwaige Bodenfeuchtigkeit während des Einsetzens abzuhalten. Dann werden die Feuerkanäle von einem Schürloch zum andern bei der ersten Lage roher Steine in gerader Linie ausgespart. Diese erste Lage wird auf die Matten ganz dicht gesetzt, alle Steine auf die hohe Kante u. parallebmit den Wänden des Ofens; die zweite Lage so, daß sie sich mit der andern durchkreuzt. Mit der achten Lage läßt man die Steine 5 em. von beiden Seiten über die Kanäle vorspringen, so daß sie mit der zehnten sich schließen, und fährt durch den Ofen, bis er voll ist, abwechselnd kreuzend, fort. Die Einsatzthür wird mit Steinen auf die hohe Kante zugemauert, so daß ein leerer Raum von 20 — 24 cm. von der Mauer bis zu den eingesetzten Steinen bleibt, den man mit Sand ausfüllt. Auswendig gegen diese Mauer werden Platten gesetzt und Holzstücke dagegen gestemmt. Man bedeckt nun den Ofen mit flachliegenden Steinen, mauert dann die Schürlöcher der einen Seite zu, füllt die Kanäle von der andern Seite mit Torf, zündet an, fängt aber nur mit einem kleinen Feuer an und wirft alle zwei Stunden aufs neue Torf zu. Nach Heizung von 24 Stunden mauert man die Schürlöcher zu, öffnet die entgegengesetzten, unterhält von hier aus 24 Stunden lang das Feuer u. so fort, bis die Wäre gut ist. — 6. Gilly'scher Torfofen, s. Fig. 3571 u. 3572. Derselbe ist gewölbt, 9— 9 ½ m. lang, 3½ m. breit und 3½—4½ m. hoch. Die Umfassungen sind 1½¾% bis enthält die Heizlöcher & zu den Schürherden, der Giebel die Einsatzthür (Sandthür) von 85 em. Weite u. 1,½% m. Höhe; die Schürlöcher sind 45 em. weit, 90 em., hoch und stehen 1½½ m. von einander; den Schäften derselben entsprechend laufen 25 bis 30em. hohe Bänke D, die die Schürherde Beinschließen; diese werden um 0, —1,% m. ausgetieft u. Roste eingelegt, auf! deren Stäben Ziegel liegen, die durch ihre 4em. breiten Zwischenräume den eigentlichen Rost bilden. Im Gewölbe sind 70—80 Registeröffnungen, das Gewölbe selbst ist 45 em. stark mit 55 em. starken Gurten. Die Zuglöcher sind 20em. lang, 13 em. breit. — 7. Z. für Steinkohlenfeuerung muß sehr lang sein; die Schürlöcher sind in der langen Seite u. blos 70—85 em. von einander entfernt; die Schürherde blos 27—30 cm. breit, nach dem Rost zu auf 20—226m. verengt. Die Roststäbe liegen der Länge nach im Herd (f. d. Art. Rost). Außerdem müssen Luftzuleitungskanäle unter dem Rost sein, der Ofen darf nicht über 2%„m. Tiefe haben. Oben ist er zugewölbt, auf den Registern stehen möglichst lange Röhren. — 8. Müllersche Rundöfen sind kreisrund, kuppelförmig überwölbt und mit einem hohen Schornstein statt der Register versehen; die Heizstellen sind ringsum in der Umfassung unter dem Niveau des Ofenbodens angelegt. Die Oefen sind mit Erde hügelartig überschüttet und je zwei und zwei durch einen Kanal verbunden; einer wird geheizt und der andere, in welchen währenddessen eingesetzt wird, vorgewärmt, indem man den Zwischenkanal nach vollendetem Brand in ersterem öffnet etc. — 9. 3. mit niedergehendem Feuer (3. B. von Fikentscher in Zwickau), in welchen die Hitze oben eintritt und durch Gegenzug in einem hohen Schornstein nach unten getrieben wird, wodurch es möglich ist, die obersten Steine bis zur Schmelzhitze, also zu Klinkern, zu brennen, ohne tionen. In den letzteren Jahren hat sich die Technik viel mit Verbesserung der Ziegelöfen beschäftigt; das Bestreben ist dabei namentlich darauf gerichtet gewesen, die Wärme, welche bei der alten Konstruktionsweise zum großen Theil verloren ging, besser auszunutzen; so entstand zunächst 10. der Kasseler Flammofen und 11. der Großmannsche Patentofen, beide mit zwei Kammern, von denen die eine sich in lebhaftem Brand befindet, während die andere ausgeräumt und wieder eingeräumt, dann aber während des Auskühlens der andern durch die aus derselben hinüberströmende Wärme vorgewärmt wird. Beide haben eine gemeinschaftliche Esse, und die Regulirung des Wärmezugs geschieht durch Klappen. Näheres s. im Gewerbeblatt aus Württemberg und in Jeeps Ziegelöfen (Leipzig, Karl Scholtze). — 12. Stehender Ofen mit Lange's Etagerost (s. d.). — 13. Eine weitere Ausbildung sind die Cirkuliröfen oder Ringöfen; bei diesen ist der ringförmig um den gemeinschaftlichen Schornstein erbaute Ofen in Zellen getheilt, und der Brand schreitet von einer Zelle zur nächsten, und so ringsum vor. Die bekanntesten Oefen nach diesem System sind die Hofmann-Lichtschen, über die man in dem Jahrbuch für Baugewerbe (Jahrg. 1871) sowie in Jeeps Ziegelöfen (beide bei Karl Scholtze in Leipzig erschienen) Näheres finden kann. Seitdem aber sind die Ringöfen stetig verbessert worden und unterliegen immer noch neuen Vervollkommnungen, ohne daß jedoch bisher das Prinzip sich geändert hat. Der verfolgte Zweck, bei nicht gelöschtem Feuer das Eintragen und Ausziehen der Wäre bewirken zu können, führte zunächst Borries darauf, den für Kalkbrennereien gebräuchlichen Schachtofen mit langem Feuer als Vorbild zu nehmen. Er konstruirte einen Brennofen mit in der Mitte liegenden Feuerstellen, an welchen das niedergehende zu brennende Material sich vorbei bewegt, um im untern Ofentheil sich abzukühlen; den Kanal aber führte er, um thunlichst Bruch zu vermeiden, nicht senkrecht, sondern als überwölbte schiefe Ebene aus. Zu Bewegung der Steine dienten kleine eiserne, auf ebensolchen Schienen laufende Wagen. Die Feuerungen waren Rostfeuer, in der Mitte des Kanals angebracht, von denen die heißen Gase, der Rauch etc. aufwärts nach einer hohen Esse zogen; die Wagen wurden oben beladen eingelassen und langsam niedergeführt. Natürlich mußten immerwährend Schäden an Wagen, Schienen etc. eintreten. Hofmann-Licht nun brachte es 1860 schon dahin, das zu brennende Material ruhen und das Feuer wandern zu lassen. Bei dem in Fig. 3573 und 3574 dargestellten Ofen faßt jede der 12 Zellen 6500 Backsteine. Das Ringgewölbe des äußern Brennraumes 0 ist zwischen je zwei Abtheilungen durch einen Schlitz a durchbrochen, um einen Schieber d herablassen zu können. Sbibliothe Heidelberg bei fortdauerndem Brand rückt diese Absperrung des Feuers um je eine Zelle weiter; b sind je acht zwischen je zwei Schieber vertheilte Löcher zum Einschütten von Brennmaterial in die beim Einsetzen der Steine in oo gelassenen vertikalen Heizschachte; die Löcher sind durch eiserne Kapseldeckel u. Sandschüttung verschließbar; e sind die Einfahrthüren die nach dem Einfahren vermauert und mit Sand vers chüttet werden. Aus jeder Abtheilung geht ein Fuchs oder Rauchkanal e central durch die innere Ringmauer unter den inneren acht Abtheilungen p hindurch in den kreisrunden Rauchsammler k, von welchem vier sanft ansteigendedauchkanäleinden Schornstein münden u. sichdort bis zu gewisser Höhe lothrecht als vier Fache des Schornsteins fortsetzen. Ueber der Ausmündung jedes Fuchses e in den Rauchsammler k befindet sich eine Glocke, s. Fig. 3575, von eirca 85 cm. Durchmesser, die von außen aufgezogen und herabgelassen werden kann, um den Abzug des Rauches zu reguliren; der sorgfältig vor Eindringen der Feuchtigkeit zu schützende Boden des Brennofens hat drei konzentrische, oben offene Kanäle (Fig. 3574 bei o, Fig. 3576 u. 3577 im Detail), welche etwa 8 om. tief und 25 em. breit sind, nach Fig. 3576 u. 3577 mit Steinen umsetzt werden und Erweiterungen haben, auf denen die erwähnten lothrechten Heizkanäle aufgebaut werden u. mit einander durch schräge Abzweigungen nach Fig. 3574 verbunden bleiben; die tieferen radialen Einschnitte d entsprechen den zwölf Schieberschlitzen u. dienen zum bessern Schluß des Schiebers. Alle dem Feuer ausgesetzten Mauertheile sind aus hartgebrannten Steinen in Lehm vermauert Und durch eine Sandschicht von 10—15em. Dicke von dem äußern Fundament und Widerlagsmauer getrennt, nur oben mit ihnen verbunden. Die äußere Mauer wird durch Verankerung etc. zusammengehalten. Die Füchse der innern Abtheilungen pplegen sich zwischen die desäußerenRinges, und diese Abtheilungen werden von oben gefüllt. Das Dach und das Gebälke stehen auf Holzsäulen h und umschließen den Trockenraum, für den die abgehende Hitze benutzt ist. Die EckthürmedienenzuSchlafstellen, Geschirrkammern etc., indem sie auch wesentlich zur Stabilität des Holzbaues beitragen. Die Dachfläche ist derart in acht Felder abgetheilt, daß vier horizontale Firstlinien von den Eckthürmen nach dem Schornstein in diagonaler Richtung ziehen und die vier Kehlen in der Mitte jeder Fronte das Wasser abführen. Die Dachkante jeder Fronte oder das Hauptgesimse fällt also von den Eckthürmen nach der Mittellinie der Fronten in der für den Asphalt nöthigen Dachrösche. Die Umfangswände sind mit leicht beweglichen und mit Asphaltpappe überzogenen Holzladen versehen, welche je nach dem Stand der Witterung und Windrichtung geöffnet und geschlossen werden. Wenige Worte können den Gang des Betriebs verdeutlichen. Es faßt, wie bemerkt, eine einzelne Ofenabtheilung 6400 6500 Backsteine oder eirea 7000 Thonplatten oder 90—100 ebm. Kalk. Das Einsetzen geschieht wie beschrieben mit Rücksicht auf möglichst gleichmäßige u. ungehinderte Vertheilung der einströmenden heißen Gase und auf die viereckigen Schachte für Aufnahme der betr. Brennmaterialien. In dem im völligen Gang befindlichen Ofen gehen ganz oder fast gleichzeitig folgende Prozesse vor sich: 1. Einsetzen; 2. Auskarren; 3. Abkühlen; 4. Vorwärmen, entsprechend der sogen. Schmauchfeuerung der gewöhnlichen Brennöfen; 5. Garbrennen. Um die Reihenfolge dieser Prozesse besser zu verstehen, wird es gut sein, die einzelnen Ofenabtheilungen sich numerirt zu denken. Es wird z. B. in Nr. 1 eingesetzt; der Schieber befindet sich in dem Schlitz a zwischen Abtheilung 12 u. 1 (Fig. 3574). Die Abtheilung 2 wird ausgezogen. Man kann zwischen Abtheilung 2 und3 ebenfalls einen Schieber, der nur von Holz zu sein braucht, einsenken, um den Zug der Luft am Boden des Ofens nach 3 einzuführen. Die Abtheilungen 3, 4, 5 und 6 sind in Abkühlung begriffen, die äußere Luft dringt in 3 ein, durchzieht diese Abtheilungen, deren jede spätere dem Feuer näher liegt, also die noch heißeren Steine enthält. Die Luft erhitzt sich daher, ehe sie nach? kommt, sehr beträchtlich. Die Steine in 6 sind noch rothglühend, die Luft tritt so erhitzt in? ein, wo eben gefeuert wird. In Nr. 8, 9, 10, 11 und 12 befindet sich die noch ungebrannte Wäre; 8 liegt dem Feuer am nächsten, der Zug der heißen Luft des Rauches geht von 7 gegen 12 und bewirkt in den zwischenliegenden Räumen eine beträchtliche Vorwärmung. Der Ofen 8 kommt fast ins Glühen, ehe das eigentliche Feuer an ihn kommt, 9u. siothe Heidelberg DFC 10 gehen der Vollendung der Wasseraustreibung ihres leb Inhaltes entgegen; in 11 u. 12 beginnt ebenfalls Wasser fer zu verdampfen. Mit dem Vorrücken der Feuerung um eine zu Nummet wird der Schieber, das Einsetzen und das Aus-ehe räumen ebenfalls um eine Ofenabtheilung vorwärts ge⸗ Fiü schoben. Abtheilung Itritt in die Reihe derin Vorwärmung kön begriffenen Räume, Nr. 7 in diejenige, worin Abkühlung vor sich geht; eingesetzt wird in 2,ausgeleert in 3. Zu Regelung des Zuges der erhitzten Luft aus dem in Feuerung begriffenen Ofentheil durch die vorzuwärmenden hindurch ins Hauptkamin dienen die Glocken f (Fig. 3575), mittels deren die Mündungen der Füchse a geschlossen werden können. Man kann, wenn man anfangs lebhafteren Zug braucht, den Fuchs e der in Feuerung selbst begriffenen Abtheilung, in unserem Beispiel also den Fuchs von 7, öffnen, später ihn schließen und die von 8 und 9, oder 8, 9 und 10 öffnen, jenachdem man die Austrocknung ihres Inhaltes vorgeschritten findet, od. je nach der Temperaturerniedrigung, die infolge von Dampfbildung aus den ungebrannten Steinen eintritt u. den Dienst des Kamins beeinträchtigen muß. Im Ringofen zu Scholwin bei Stettin z. B. wurden, während in 3 gebrannt wurde, die Züge von 3—8, später von 4 8, während in 4 gebrannt wurde, die Züge von 5—8, später von 6—8, während in 5 gebrannt wurde, die Züge von 6—8, später von 7 und 8 offen gehalten etc. Die Besorgung dieser wichtigen Geschäfte fällt der Einsicht u. Uebung des Ofenaufsehers od. Heizers zu; einmal verstanden, läßt sich die Zugregulirung auf sichere u. genaue Weise leiten. Ein Blick auf die Zeichnung lehrt, daß bei dem nicht unbeträchtlichen Querschnitt des Ofengewölbes und der Lage der Luftzufuhrkanäle am Boden, sowie der Rauchabzugskanäle dicht über dem Boden einzelne Partien, namentlich die oberen Schichten der Ofengewölbe, nicht genug von den heißen Rauchgasen getroffen werden könnten, ein Uebelstand, gegen den aberVorkehrungen vorhanden sind. Wenn in unserm obigen Beispiel Abtheilung 7 geheizt wird, die Rauchgase aber bis 10 u. 12 gezogen werden, Räume, worin sich lufttrockene, natürlich aber immer noch Feuchtigkeit enthaltende Steine befinden, so würden diese Gase, welche Feuchtigkeit aus 8 und 9g aufgenommen haben, sich dort etwas abkühlen und viel⸗ 120 leicht den Sättigungspunkt mit Feuchtigkeit erreichen. helf Es käme dann den oberen Ofenpartien nur die strahlende the Wärme zu, welche die unten durchziehenden Gase an die stre Winde u. den benachbarten Ofeninhalt abgeben; es könnte wü sich dann dort sogar mehr Feuchtigkeit ansammeln, als ein ursprünglich in den Steinen enthalten war. Nur durch wü Luftwechsel an solchen Stellen wäre diese zu enthätte in einem solchen Fall zuerst überhaupt nicht die Rauchgase sich zu weit abkühlen, Kamin treten, also, wie schon angedeutet, die letzten Abtheilungen zu schließen; ferner aber durch Schützen, eisenblecherne Platten, in die für den Schieber bestimmten Schlitze niederließe. Im Fall man also den Gasdurch die oberen Ofenpartien ziehend wünschte, solche Blechscheibe von der Breite des Ofens u. Höhe auf die Ofensohle gelassen, diese am Ofenboden hin hemmen, dagegen ihn nach obenhin ablenken. Die Dauer des Brennens ist veränderlich, je nach der Natur des zu brennenden Materials, nach dem Feuchtigkeitsgrad beim Einsetzen u. dem beabsichtigten Produkt, ob hartgebrannte Steine oder gewöhnliche geliefert werden sollen u. s. w. Es ist aber durch Erfahrung festgestellt, daß sie bis auf 20 Stunden heruntergebracht werden kann und daß gewöhnliche Steine, star! vorgewärmt, selbst noch in geringerer Zeit gebrannt werden können. — 14. Paul Loeffs Ofen. Hier ist statt der kreisförmigen Gruppirung die lange Form gewählt, welche Raumersparnis, einfache Bedienung und leichte Uebersichtlichkeit gewährt, s. Fig. 3578 u. 3579. aa ist die Brennerei, gg ein Raum mit Abzugskanälen für den Rauch, die durch einen Längskanal hh mit dem Schornstein o in Verbindung stehen. Der Brennraum kann durch Schieber cein einzelne Kammern getrennt werden: pb sind die Einfuhröffnungen; kt sind Oeffnungen im Gewölbe zum Hantieren der Schieber, dd dergl. zum Einfüllen des Brennmaterials. — 15. Bührer-Stamelscher Ofen, unterscheidet sich vom vorigen bes. dadurch, daß er mit Trockenräumen in Verbindung gesetzt ist, zu deren Erwärmung die abgehenden Feuergase benutzt werden und daß der Luftzug nicht nur durch einen Schornstein, sondern durch einen Exhaustor erzeugt wird. — 16. Bosselmannscher Ofen. Dieser wird theils central in Art der Ringöfen, theils lang wie 14. u. 15. hergestellt, ist aber nicht überwölbt und liegt in die Erde versenkt. Näheres s. in den citirten Werken u. in Rombergs Zeitschrift (Jahrg. 1875 u. 1876). — 17. Steinmannscher Gasofen — nicht bes. empfehlenswerth. — Im Weiteren s. die reiche Spezialliteratur. Biegelpflaster, n., frz. carrelage m. de brique, engl. brick-Hoor, s. Pflaster, Fliesen, Fußboden etc.