Lichtenweite eines Raumes; 1. de vole, Spurweite. Larmes, f. pl., frz., Tropfen an den Dielenköpfen des dorischen Gebälkes. Lärmglocke, k.,s. d. Art. Glocke und Beflroy. Larmier, m., frz., engl. larmier, altengl. Iorymer, 1. de corniche, Kranzleiste, Hängeplatte (s. d.) I. bombé oder reglé, der krumm, resp. gerade gewölbte Sturz mit Verdachung; 1. de porte, Thürverdachung; I. d'un mur, Platte unter der Mauerabdeckung; 1. moderne, Balkengurt, Etagengurt; 1. de cheminée, Essenkranz; I. gothique, Kaffsims. Larve, f. I. Römischer Spukgeist, den Laren entgegengesetzt, erschien des Nachts in schreckenden Gestalten, um die Menschen zu plagen; daher s. v. w. Gespenst und Darstellung eines widerlichen Wesens. — 2. (Bildh.) s. v. w. Fratze. — 3. (Masch.) an Treträdern die Einschnitte, in welche die Schaufeln geschoben werden. — 4. s. v. w. Klaue. Las, m., Iassière, f., franz., Banse. Lasanum, n., lat., griech. άααναν lat. auch sella familiarica, Nachttischchen. Lasche, f., 1. franz. entamure, k. engl. Iash. Ein in ein Stück Holz gemachter Einschnitt, worein ein anderes Stück gesetzt wird; man wendet es an bei Unterstützung schon aufgerichteten Holzwerkes durch Steifen. —2. Zeichen, in einen Baum eingehauen. — 3. (Mühlenb.) die Bohlenstücke, welche, mit Laschennägeln aufgenagelt, die ugen der Kranzhölzer verdecken und so zur Verstärkung des Kranzes bei Wasserrädern dienen. — 4. frz. éclisse, f., engl. fisbplate, s. v. w. Lappen, dünnes Blatt od. Kamm, s. d. Art. Holzverbindungen u. Schiene. — Schienen werden nämlich durch ein an die Seite über den Stoß gelegtes dünnes Blatt, Lasche genannt, das mit Laschenbo [zen befestigt wird, gestoßen. Laschene, auch Lesene, Lisen, Lessine, Lisene, Liserne, Lisiere, franz. pilastre en lisiere, engl. pilaster-strip, vorstehender, gewöhnlich glatter, seltener gegliederter, aufsteigender Streifen an Gebäuden. Sie dienen zur Trennung großer Mauerflächen, auch zur Verstärkung; zuerst sind sie im romanischen Stil angewendet und bildeten die ersten Anfänge des Strebepfeilersystems, indem sie an die Stelle der Pilaster traten, von welchen sie sich hauptsächlich durch das Fehlen des Kapitäls und der besonderen Basis unterscheiden. Die Etymologie des Wortes und dadurch die Schreibart ist noch streitig. Einige wollen es von dem altitalienischen, in des Martino Bassi „Scritti intorno al tempio di San Lorenzo maggiore“ (Mailand 1590) vorkommenden Wort lésena, lésina, lat. Iexena, u. dieses wieder von dem althochdeutschen alansa, alasne, Ahle, ableiten. Andere jedoch leiten es von dem franz. Lisière, lat.