Lohmühle oder Gerbermühle, k., frz. moulin m. à tan, engl. bark-mill, tan-mill; das arbeitende Organ derselben ist ein Stampfwerk; in einer Grube arbeiten zwei oder mehrere Stampfen; jede derselben versieht man mit einem Schuh, welcher vier Schneideschenkel und in der Mitte einen Dorn hat. Man wölbt die Gruben nur auf den Längsseiten, die Stirnseiten sind gerade, aber, damit die Borken unter den Stampfen zusammengehalten werden, nach unten etwas anlaufend. Man setzt die Stampfen um etwa ,½ ihrer Stärke außer dem Mittel zurück, um auf der andern Seite Raum zum Einwerfen der Baumrinden, vorzüglich Eichenrinden, zu haben.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 292Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei