FeedMühle (frz. moulin, engl. mill)
TechnikBrockhaus 1882

Mühle (frz. moulin, engl. mill), ursprünglich nur die Bezeichnung für die zum Getreidemahlen bestimmten Maschinen, später der Gesamtname für alle Maschinen und maschinellen Vorrichtungen, die zum Zerquetschen, Zerreiben u. s. w. von Samen und Früchten, sowie verschiedener vegetabilischer und mineralischer Substanzen, zum Zersägen von Holz oder Stein, zum Zerreißen und Zerteilen von Lumpen, zur Bildung von Fäden aus Fasern, zur Verdichtung gewebter oder gewirkter Stoffe, zum Zerstampfen von Erzen u. dgl. dienen. Hiernach unterscheidet man Getreidemühlen (Mahlmühlen), Slmühlen, Lohmühlen, Brett- und Steinsägemühlen, Papiermühlen, Spinnmühlen, Bandmühlen, Walkmühlen, Gipsmühlen, Cementmühlen, Pulvermühlen, Pochmühlen, Farbholzmühlen u. a. Ins besondere bei den erstern unterscheidet man nach der Betriebsweise Hand⸗ Dampf⸗, Wasser⸗, Windmühlen u. s. w. (s. unter Mehlfabrikation). Indem die betreffenden Arbeiten sich im Lauf der Zeit vom Kleingewerbe zum fabrikmäßigen Betrieb umgestalteten und auf Konstruktion, Bau und Ausführung der erforderlichen Maschinen die Fortschritte der praktischen Mechanik Anwendung fanden, veränderten sich manche der angeführten Benennungen, z. B. Sägemühle in Sägemaschine, Papiermühle in Papierfabrik, Spinnmühle in Spinnmaschine, Walkmühle in Walke, Pochmühle in Pochwerk.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 909Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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