liefern, wie sie bisher von gleicher Leistung niemand geboten wurden. Der Ofen, von außen hat fast ausschließlich vertikale Flächen, bringt Berbrennungsprodukte sehr vertheilt zur Abküherwärmt die Heizkammer genau gleichförmig, kann Belieben ausdehnen, weil freistehend, gestattet deshalb die Anordnung von Mischkanälen ringsum in den Heizkammerwänden und freie Kommunikation um den Apparat herum in der Heizkammer, ist ein Gegenstromapparat mit kurzem Weg derFlamme, der doch bei normalem Gang die Heizgase bis 100 und weniger abkühlt, also aufs äußerste ausnutzt, bei Verwendung einer fast absolut rußfreien, durchaus bequemen und sparsamen Feuerung. „!— Der den Heizgasen im Apparat gebotene Widerstand ist auf das äußerste Minimum — reduzirt — im Verhältnis zur Initialtemperatur der Heizgase — und dies bewirkt den leichten Gang des Feuers ohne Ueberheizung. Selbst tagelang unausgesetzt absichtliches Forciren des Apparates bringt keinen Theil desselben zum Glühen. Auch bei kürzerer Ausfütterung der ersten Heizrohre kommen dieselben nie zum weil die Flamme gar nicht bis dorthin gelangt. Ausdehnung der Apparattheile durch das Warmkompensirt sich im Apparat selbst, infolge der Konstruktion. Deshalb verändert sich abselbst beim schärfsten Gang, weder am Herd, Rauchrohr. Die Wasserverdampfung ist hier Einmauerung eines vor Zerstörung geschützten schmiedeeisernen Wasserheizkessels, der vom brennenden Calorifèrefeuer indirekt erwärmt wird, von einer bisher tinuirlicher od.periodischer Verdampfung. Wasserstandsglas und Eingußtrichter befinden sich in Höhe der Füllöffnung für den Brennstoff, cireg 1 m. hoch, also äußerst handlich. Da die Verdampfungsoberfläche der Wasserschalen in derselben Höhe liegt, unter den heißesten Rohren, so kühlt der Dampf diese Flächen, ohne sie in irgend einer Weise beschädigen zu können, und gelangt bei weiterer Erwärmung sehr gleichmäßig vertheilt an die Decke der Heizkammer, von wo diese Feuchtigkeit äußerst gleichmäßig nach geheizten Räumen gelangt, da alle Räume von dieser wärmsten und feuchten Luft, je nach ihrem Wärmebedarf, zuertheilterhalten. Infolge des geringen Raumes, den dieser Apparateinnimmt, ist er verwendbar zum Ersatz älterer, 1866—1875 konstruirter Apparate. Erwähnt sei nur noch die absolute Rauchsicherheit bei Anwendung der seit 1875 erprobten geschlosenen Polsterdichtungen. Es kommt hierbei kein Kitt zur Verwendung, der herausfallen könnte, und es ist dies zweifellos besser, als wenn die Dichtungsflächen der Apparattheile vorher im kalten Zustande auf einander geschliffen u. dann ohne Dichtungsmittel auf einander geschraubt werden; dichter Eisenguß, prima Ofenguß, kommt zur Verwendung. Es ist zu empfehlen, daß man bestelle: 1. Für Uunterrichtsanstalten, Krankenräume, Theater, Gefängnisse, Arbeitsräume etc. Ventilationsheizung mit dem pro Kopf vorgeschriebenen, selbst bei der geringen Temperaturdifferenz bei außen Oenoch zu erreichendenstünd⸗ lichen Luftwechsel, eventuell mit Aspiration, um auch bei höherer Außentemperatur dies zu erreichen, oder mit Pulsion, wo Motoren angebracht. — 2. Für Wohnräume, Bureaus, Arbeitsräume, Verkaufsläden, Bahnhöfe, Restaurationen, Host- und Amtsgebäude, Konzertsäle, Wintergärten: Ventilationsheizung mit 2½, auch Lmaligem Luftwechsel pro Stunde, sofern nicht bestimmte Luftmenge als Minimum selbst bei außen 10 Grad, erforderlich. (1. u. 2. mit kräftigem Verdunstungsapparat.) Man nehme die Oefen nie zu klein, sehe z. B. bei gerippten Oefen per 30 ebm. Wohnraum und 24 cbm. Schulraum je 1 qm. Heizfläche vor. — 3. Für Ausstellungsräume, Museen re.: Eirkulationsheizung mit schwacher Lüftung; im ersten Jahre nach Vollendung des Baues ohne Wasserverdunstung, später mit schwacher Befeuchtung arbeitend. — 4. Für Kirchen, Vestibule, Hallen etc.: Cirkulationsheizung ohne od. mit nur schwacher Wasserverdunstung. — 5. Für Crockenkammern (Leder, Wolle, Tabak, Getreide, Samen, Leim, Stärke, Tuche, Holz, Holzstoff, Bleiweiß, Pappe, Tapeten, Malz etc.): Ventilationsheizung ohne Wasserverdunstung, mit und ohne Aspiration, mit bedeutendem Luftwechsel, je nach der zu verdampfenden Wassermenge, genau berechnet. Bezugsquellen s. im Art. Heizung V. 1. S. 28. — Es ist zweckmäßig, die Pläne (nebst genauer Angabe aller Wünsche) vor Beginn des Baues an die Anstalt behufs Einzeichnung des Heizungsprojekts einzusenden.