Wasserhaus, n., 1. Gebäude, wegen der Kühlung über einem schmalen fließenden Gewässer aufgeführt. — 2. frz. chateau d'eau, s. v. w. Wassercastell; s. Wasserleitung. — 3. s. v. w. Ueberbau eines Brunnens, einer Quelle oder eines Röhrtroges. — 4. Auch Wasserstation, k. (Eisenb.), frz. station pour Palimentation, engl. Wwatering-station, tank-house, Häuschen mit kleinem Wassercastell zu Speisung der Lokomotive. pour élever l'eau, engl. water-raising-engine, lat. antum, griech. ννey. Die Entwässerung tiefgelegener feuchter Orte und die Bewässerung hochgelegener oder zu trockener Felder hat von jeher den Scharfsinn der Menschen Fig. 3499. Zu Art. Wasserhebmaschine. IV. in Bewegung gesetzt. So finden sich denn bereits bei ziemlich niederer Kulturstufe W.n u. jetzt giebt es deren sehr vielerlei. I. Vaternosterwerke, stehende u. liegende, gehören jedenfalls zu der einfachsten u. ältesten Gestaltung der Vorrichtungen zu dem in Rede stehenden Zweck, . Paternosterwerk Auch die Japaner benutzen das Paternoster-od. Schaufelwerk, durch Tretmaschinen in Bewegung gesetzt, zu Bewässerung ihrer Reisfelder; vgl. auch d. Art. Eimerkunst. II. Schöpfhebel, lat. tolleno, griech. nvvey, ebenfalls eine der ältesten Gestaltungen d. Art Brunnen, Schwongelkunst, Ziehbrunnen und Hebeschaufel. II. Pumpe, lat. otesibica machina sipho, griech. lroy, um war schon den Griechen bekannt; s. d. Art. Pumpe. un! IV. Wasserschraube, archimedische Wasserschnecke, franz. SsCargot d'eau, lat. cochlea, griech. ναιαε, schon von lise Strabo als in Aegypten angewendet erwähnt. Ueber die älteste Form s. d. Art. archimedische Wasserschnecke. Eine spt Abbildung geben wir in Fig. 3498. Besser ist die gewöhn⸗ keff liche, als Tonnenmühle bekannte Form, wobei die Röhren durch Gänge ersetzt sind; Fig. 3499 zeigt eine solche doppel⸗ ner gängige Wasserschraube. Wenn sich der Mantel, dann auch 2. Kumme, Trog gen., nicht mit dreht, heißt sie holländische M Wasserschraube. Wo V. Seilwelle, mit angehängtem Eimer, lat. girgellus, un nach dem Prinzip des Haspels oder Göpels in Bewegung gesetzt. ein VI. Wassersäulenmaschine (s. d.). Ke VII. Hydraulischer Widder oder Stoßheber, s. Widder. me VIII. Schöpfräder. Die gewöhnlichen Formen der gel Schöpfräder, s. d. Art. Schöpfrad, sind so bekannt, daß sie keiner Illustrirung bedürfen. Blose Schaufelräder heben St bis zu halber Randhöhe, Zellenräder bis nahe zu ganzer Radhöhe. Sehr zweckmäßig ist das von Cavé ganz eiserne Schneckenrad, Fig.3500 u. 3501. Cist die gußeiserne Welle, kne D die gußeisernen Armgeviere, an welchen die nach der Kreisevolvente gekrümmten Spiralgänge angesetzt sind. fer Der Umfang E ist mit Zähnen besetzt, in welche das Ge⸗ wi triebe Feingreift. Die Art, wie das Rad arbeitet, leuchtet bald ein; es hebt allerdings nur bis zur halben Radhöhe, aber es befördert sehr viel Wasser auf einmal. Be IX. Außer den hier angeführten giebt es noch andere Wasserhebvorrichtungen; vgl. dar. Schöpfkasten, Schöpf⸗ erwerk, noria, Centrifugalpumpe, Polder, Holländerin etc.