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BaukunstBau-Lexikon 1881

Mäkler, m., 1. so nennt man bes. in Hessen die bei dem Antritt von Treppen, jetzt nicht mehr so häufig als früher angebrachten, spiralförmig gekrümmten Anfänger der HEIDELBERG O Universits Wangen. Sie werden meist aus einem massiven Klotz gearbeitet. In der Regel läßt man die eigentliche Wange od. wenigstens den über die Stufen hervortretenden Theil derselben schon auf der dritten Stufe (von unten herauf) aufhören u. führt die Stufen an ihren Enden in Halbkreisform fort. Ueber diese Stufen herab ie man nun die ö Wange mit Hülfe des Mis dergestalt, daß sie sich nach außenspiralförmig, gleich einer ionischen Schnecke, dreht, dabei 1395 anfangs in derselben Neigung herabsteigt u. erst allmählich eine flachere Neigung annimmt, s. Fig. 2575 u. 2576. Dieselbe Richtung verfolgt dann das auf der Wange herabkommende u auf dem M. sich fortsetzende Geländer. Den Grundriß des Mis konstruirt man meist aus Kreisbogenstücken, so daß man für jeden folgenden (1, 2, 3, 4) den Halbmesser ax, bx, ex etc., je nach der gewünschten Krümmung, entsprechend viel lleiner macht; s. darüber d. Art. Spirale. Nach Vollendung des Grundrisses wird an der Vertikalprojektion der in den Theilungspunkten a, b, o etc. gedachten lothrechten Linien die entsprechende Höhe aufgetragen, um so die Ansicht des Mis zu erhalten. — 2. franz. curbe pourle pied du baton depavillon (Schiffb.), aufu. niederstehendes Knie auf dem Hinterdeck, zum Einstecken des Flaggenstocks. — 3. Vorderruthe der Kunstramme.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 323Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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