einsumpfen, trs. Z., frz. détremper, engl. to temper, 1. E. des Kalks. Der Kalk wird mittels Wasser eingelöscht, dann verdünnt und in eine mindestens 1½% m. tiefe, bei lockerem, durchlässigem Boden ausgeschalte Grube eingelassen. Wenn diese bis zu 40 cm. unter der Erdoberfläche angefüllt ist, wird der Kalk, nachdem er einen Tag gestanden u. breiartige Konsistenz gewonnen hat, mit einer dün-e nen Lage Sand überworfen und mit Bretern abgedeckt, welche nach einigen Tagen ebenfalls mit Sand bedeckt werden. So wird er eine gewisse Zeit stehen gelassen und dann nach vollständig gleichmäßiger Verbindung mit dem f Wasser zu Mörtel bereitet. Die Zeit, wie lange man den Kalt einsumpft, richtet sich ganz nach der Güte desselben und nach der Art u. Weise, wie er beim Löschen behandelt l sein will. — 2. E. des Thons. Nachdem der gestochene Thon eine Zeit lang der Luft ausgesetzt gewesen, wird er auf dem Werkplatz zuerst in die Sümpfevd. Schlammkuhlen gebracht und eingesumpft, um alle Theile desselben mit Wasser in Berührung zu bringen. Weiter verwenden sollte man ihn stets erst dann, wenn jeder Klumpen, welchen man aus einander bricht, auch inwendig durchnäßt erscheint und sich zwischen den Fingern ziemlich gleichförmig aus einander streichen läßt. Im Durchschnitt rechnet man auf ebm. Thon 20 gewöhnliche Eimer voll Wasser. In Gegenden, wo die Feldziegelei üblich ist, dient der Graben, aus welchem der Thon gestochen ist, zugleich zum Sumpf. Bei ständigen Ziegeleien sind eigene Sümpfe anzulegen; die Größe derselben muß nach dem Bedarf an fertigem, garem Thon berechnet werden; sie sind theils rund u. mit Ziegeln in wasserdichtem Mörtel ausgemauert, theils mit Eichenbohlen ausgeschalt od. aus Rasenstücken aufgesetzt. 1s.