Meerschaum, m. (Miner.), frz. Oume f. de mer, engl. sea-foam, meershaum; a) natlürlicher, wasserhaltiges Magnesiasilikat, welches sich besonders und in vorzüglicher Güte in Griechenland, der Krim und der Levante findet. Er besteht aus 48.—60 Th. Kieselerde, 20—28 Th. Talkerde, 10—20 Th. Wasser und etwas Thonerde und Eisenoxyd. Der M. schrumpft vor dem Löthrohr zusammen, schmilzt an dünnen Kanten zu weißem Email und wird durch verdünnte Salzfäure zersetzt, in der sich dabei der größte Theil der Kieselerde in Flocken ausscheidet. Er wird hauptsächlich zu Schnitzarbeiten verwendet. — b) Künstlicher M. Kohlensaure Magnesia wird in prismatische Körper geschnitten und in eine heiße Lösung von kieselsaurem Kali oder Natron (Wasserglas) getaucht. Man läßt sie einige Tage darin liegen, worauf man sie trocknen läßt. Diese Operation wird mehrere Mal wiederholt, worauf man die Stücke einige Monate lang der Luft aussetzt. Das sich in den Stücken bildende kohlensaure Kali fließt an feuchten Tagen aus denselben aus. Nach 6—7 Monaten sind die Stücke hinreichend hart, um verarbeitet werden zu können. Nimmt man kohlensaure Magnesia in Puloerform, so entsteht eine dem Porzellan ühnliche Masse.