Nayelle, f., franz., 1. (Bergb.) Doppelnagel zum Verdichten bei Berdämmungsarbeiten. Meapelgelb, n. (Mal.), frz. jaune m. de Naples, sehr haltbare Oel- und Schmelzfarbe, welche der Hauptsache nach aus antimonsaurem Bleioxyd besteht, je nach der Bereitung aber auch Antimonoxyd und statt Bleioxyd etwas Zinkoxyd enthält. Als absichtliche Verunreinigung oder unwesentliche Bestandtheile findet man häufig Eisenoxyd, Thonerde, Kieselerde, kohlensaures Bleioxyd, Kreide etc. Sehr schönes N. erhält man, wenn ein Gemenge von 1 Th. Brechweinsteinpulver (weinsaures Antimonoxyd-Kali) mit 2 Th. salpetersaurem Bleioxyd und 4 Th. Kochsalz mehrere Stunden in einem hessischen Tiegelzum Schmelzen erhitzt wird. Die geschmolzene Masse bringt man nach dem Erkalten in Wasser, wo sie zu feinem Pulver zerfällt, welches je nach angewandtem Hitzegrad verschiedene Farbennuaneen haben kann. Wurde die Masse bis eben zum Schmelzen erhitzt, so ist das Produkt orangefarben; wurde das Gemenge längere Zeit im Fluß erhalten, so fällt die Farbe mehr eitronengelb aus. Ein wohlfeiles N. erhält man durch Zusammenschmelzen von 2 Th. gepulverter Buchdruckerlettern mit 8 Th. Salpeter und 6 Th. Kochsalz. Die geschmolzene Masse zerfüllt im Wasser gleichfalls zu Pulver, welches die Farbe darstellt. Das N. wird für Oelfarben, aber auch als Schmelzfarbe auf Emailu Porzellan angewendet. Um es als Schmelzfarbe von hellerer Nuance zu erhalten, schmilzt man es mit Bleiglas zusammen.