Email, m. frz., Schmelz, m., Amause, f., engl. enamel, ital. smalto, span. esmalte, lat.smaltum, aymellum etec. (sin M. M. a. W.), nennt man glasartige Ueberzüge auf Metallen, um dieselben vor Oxydation zu schützen oder zu verzieren. Es giebt durchsichtiges und undurchsichtiges, weißes u. gefärbtes E. 1. Wenn das E. farblos od. weiß sein soll, so müssen möglichst eisenfreie Materialien dazu verwendet werden. a) Weißes Email, wie es z. B. zur Fabrikation der Uhrzifferblätter dient, wird erhalten, wenn man 1 Th. Zinn mit 1—6 Th. Blei zusammenschmilzt, diese Legirung sodann auf einer flachen eisernen Pfanne bei schwacher Rothgluth kalzinirt, d. h. bei hinlänglichem Luftzutritt in ein gelblichweißes Gemisch von Zinn⸗ u. Bleioxyd verwandelt. Dieses Gemisch wird fein gepulvert, mit 6 Th. feinem Sand, 1 Th. Potasche und 1 Th. verwitterter Soda gemengt und in einem Tiegel zusammengeschmolzen. Die geschmolzene Masse wird nach dem Erkalten feingepulvert und zur Emaillirung (als Schmelze) aufbewahrt. b) E. für Gußeisen: Man schmelze 130 Th. gepulvertes Krystallglas mit 20½ Th. kalzinirter Soda 12 Th.Borsäure zusammen, pulvere die geschmolzene Masse und hebe sie zum Gebrauch auf. Dieses E. ist glasartig durchsichtig u. hält selbst auf Eisenblech vorzüglich. e) Man kann auch mehrere Emailschichten von verschiedener Schmelzbarkeit zum Emailliren anwenden. Die mit dem Eisen in unmittelbarer Berührung befindliche Schicht nennt man dann Grundmasse; diese fließt gewöhnlich nur unvollkommen; erst die obere Lage, die Deckmasse, fließt vollkommen und ertheilt der Glasur die erforderliche Glätte. Zu Herstellung der Grundmasse werden 30 Thfeingemahlener Feldspat mit 25 Th. Borax zusammengeschmolzen, die geschmolzene Masse fein gepulvert u. mit 10 Th. Thon, 6 Th. Feldspat und 1¾ Th. kohlensaurer Magnesia gemischt. Diese Grundmasse wird auf die zu