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PflanzenreichBau-Lexikon 1881

Nyssa, f., lat. (Bot.), Tupelobaum in Nordamerika. Nyr oder Ror, Nacht, Tochter des Chaos, Grundursache aller Dinge, Mutter des Tages u. des Aethers, Allmutter der Götter und Menschen, eine der frühesten Kosmogonie der Griechen angehörige Gestalt. Man schrieb der finstern Göttin Nyx alles Unbekannte, Unerklärbare, Schreckliche, daher auch Plagen, Krankheiten, Träume, Neid, Schlaf, Krieg, Mordre. zu. Dargestellt wurde sie als ernste Frau, schwarz gekleidet und verschleiert, mit einem weißen und einem schwarzen Kind, Schlaf und Tod vorstellend; auf einem schwarzen Wagen, eine umgekehrte, verlöschende Fackel haltend. Hähne wurden ihr geopfert. 0. 1. Als Zahlzeichen: a) im Griechischen 70, 11,0-11000; e) in der Rubrizirung⸗=14. — 2.Inkleiner Form rechts oben neben eine Ziffer gestellt, z. B. 120, bedeutetes Grade eines Kreises, im alten Längenmaß Ruthen, Klafter oder auch Ellen etc. — 3. Als Abkürzung auf Inschriften etc. für: Octavus, Octavianus ete. O. A. (M) D. G. omnia ad (majorem) Dei gloriam, d. i. Alles zur (größeren) Ehre Gottes. O. R. orbis redemptor und orbis redemptio. O. R. A. oder A. O. R. Anno orbis redempti, im Jahre nach der Erlösung der Welt (nach Christus). — 4. Mathematische Abkürzung für Oberfläche. — 5. In französischen baulichen Beschreibungen re. finden sich die Rundfenster als un O; des O's benannt. Oadal, u., Faserstoff von Sterculia villosa (Fam. Sterculiaceen), der in Ostindien zu Herstellung von Seilen benutzt wird. Oak, s., engl., das oak, die Quercitronrinde; oak-bark, Lohe; Oaken, adj., eichen; gehölz. das Werg, Kalfatwerg. Oannes (Mythol.), nach Photöos auch Oes, babylonischer Gott, aus Mann u. Fisch in verschiedener Weise zusammengesetzt dargestellt; tauchte jeden Morgen aus dem Meer Fig. 27 auf, brachte den Babyloniern Gesetze und nützliche Belehrung und kehrte Abends ins Meer zurück. Er war der Sohn des Apason und der Tauthe, trat in 4 Inkarnationen auf, einmal vor der Sündflut als Odakon (Dagon) Oar, s. engl., 1. (Schiffb.) das Ruder, der Riemen. — 2. (Brauer, Maur.) das Rührscheit, der Rührharken. Obambulatorium, n., Iat., Kreuzgang. Obdeich, m. (Deichb.), s. v. w. Armschlag. Obedientia, f., lat., 1. Klause, Zelle. — 2. Gefängnis Gewahrsam. — 3. Auch obedimentum, n., Dimin. obe dientiola, f., Zubehör, z. B. Propsteien, Scheunen, Wirth schaftshof eines Klosters, Klostergut. Obelisk, m., frz. obelisque, m., gr. eννάκος Nädel chen. 1.(Geom.) ein Körper, welcher hervorgeht, wenn mar HEDELBERG O Universit die entsprechenden Seiten zweier Vielecke, deren Seiten parallel laufen, durch Ebenen verbindet. Die beiden Vielecke können sonst ganz beliebig gestaltet sein, vor Allem ist ihre Aehnlichlich, so entsteht die abgestumpfte Pydes Oten; sind sie kongruent, so wird 5der O. zum Prisma. Sind die bei⸗ Fig. 2712. den Grundflächen Rechtecke, so erhält man den wichtigsten speziellen Fall der Oten, gewöhnlich Ponton gen. Für den Inhalt desselben gilt die Formel: 13. Obelisken zu Axum in Abessinien. ö 2 2 2 2 worin at b. die Seiten der untern, az be diejenigen der oberen Grundfläche bedeuten u. b die Höhe ist, um welche beide von einander abstehen (s. Fig. 2712). Der Ponton 3, wird zum Keil, wenn eine Seite des einen Rechtecks, z. B. 3. be, gleich Null wird. Dann ergiebt sich der Inhalt V . 2. In der Architektur versteht man unter O. eine sehr hohe n u. schlanke, abgestutzte Pyramide, auf deren oberem Ende meist ein kurze Pyramide, pyramidion, aufsitzt. meisten O.en haben sich in Aegypten erhalten od. sind von po dort aus später nach Rom, Arles, Paris, London, Konstantinopel etc. gewandert; s. dar. d. Art. Aegyptisch (S. 53), Denkmal, Grabmal, Herme etc. Doch auch andere we Völker setzten ähnliche Denksäulen, s. z. B. d. Art. Bautadunette k. sur la dunette, engl. Kabine auf dem Deck der Hütte. todtes Werk(Schiffb.), franz. engl. upper work, dead dem Wasser. d. Art. Anker I. 12. d. Ober balken, m., 1. f. v. w. Fries 1. — 2. s. v. w. Oberzug. frz. superstructure, f., haute-Oeuvre, doch auch oeuvre katexochen, engl. Upper work, superüber der Erde, im Gegensatz des Grundbaues, im engern Sinn aber die oberen Bautheile mit Ausnahme des Erdgeschosses oder doch des Sockels. — 2. Bei Eisenbahnen die Belegung des Dammes etc.mit Schwellen u. Schienen, frz. voie permanente, engl. permanent way. — 3. Bei Brücken, frz. tablier, die auf die Pfeiler gelegten Konstruktionstheile, Bögen etc. nebst Bahn. Oberbeistoß,m. (Tischler.), s. d. Art. Beischub 2. Oberboden, m. (Hochbau), 1. s. d. Art. Boden 3. — 2.österr für Zwischendecke; s. d. Art. Decke u. Boden 2. Oberbogen, m., 1.f. v. w. EXtrados, Bogenrücken. 2. Derüber einen andern zur Entlastung oder auch über 2, 3 kleine zu Zusammenfassung gespannte Bogen, bes. bei romanischen Fenstern. s. übr. d. Art. Chor. Oberdach, u., franz. zum Waschen der Oberplanen u. zum Sammeln des desten bewahrung der Söle; s. d. Art. Salzwerk.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 454Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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