Dohle, eine zur Gattung Rabe (Corvus) aus der Abteilung der Kegelschnäbler gehörige Vogelart, welche im System den Namen Dohlenrabe (Monedula turrium) führt und unter den deutschen Rabenarten die kleinste ist, da sie kaum die Größe einer Taube und etwa eine Länge von 21 em hat. Sie unterscheidet sich von den andern Raben durch den kurzen, starken, oben wenig gebogenen Schnabel, ist schwarz, am Unterleibe schwarzgrau, am Oberale aschrun und am Grunde des Halses beidereits mit einem glänzend weißgrauen Flecken gezeichnet. Sehr selten sind weißgefleckte und ganz. weiße Abarten. Die D. finden sich in Europa und Asien häufig, wo sie gesellschaftlich nisten und besonders gern auf Türmen und andern herbst Gebäuden wohnen. Sie wandern im Spätherbst nach Süden und kehren zeitig im Frühjahr wieder. Sie lernen, wenn ihnen die Zunge gelöst worden ist, einzelne Worte vernehmlich nachsprechen, auch die Töne mancher andern Tiere nachahmen, und nützen vielfach durch die Vertilgung von Insekten, Insektenlarven, nackten Schnecken, Feldmäusen u, dgl., welche ihnen zur Nahrung dienen. Die gezähmten D. haben mit Raben, Elstern und Hähern die Gewohnheit, glänzende Sachen wegzutragen und zu verstecken, gemein. Die 4—5 Eier der D. sind blaurünlich, schwarzbraun und aschgrau getüpfelt. Die Rnse ähneln im Geschmacke jungen Tauben. us bezeichnet einen Wasserabzugskanal kleinern usmaßes unter Straßen, Eisenbahnen und andern Erdbauten. (S. Durchlaß.) ů