FeedSchleifkohle
TechnikBau-Lexikon 1881

Schleifkohle, k., franz. charbon pour adoucir, engl. charcoal for grinding, dient zum Schleifen nicht zu harter Metalle; das tauglichste Holz dazu bietet der schwarze Hollunder, doch verwendet man auch Linden⸗ u. Weidenholz; man schneidet das ausgesuchte Holz in beliebige Stücke, läßt es gehörig austrocknen, bestreicht jedes Stück stark mit Lehm und läßt es dann einen Töpferofenbrand bestehen, oder man thut die Holzstücke in ein dicht verschlossenes Gefäß von Eisenblech, läßt dies tüchtig durchglühen u. mit Erde überschüttet kalt werden. Man bedient sich dieser Kohle nach Art der sog. Streichschalen od. Wetzsteine mit Wasser od. bei feinerem Schliff mit etwas Oel.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 134Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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