FeedSommer bierkeller
BaukunstBau-Lexikon 1881

Sommer bierkeller, werden in trockenen Felsen gehauen, oder in trockenem, thonigem oder lehmigem Erdreich tief gemauert. Schlechter sind die in Sand⸗ od. Kiesboden, u. die schlechtesten die, wo das Zutreten des Grundwassers etc. zu befürchten ist und man nicht die gehörige Ableitung herstellen kann. Ein Sommerbierkeller ist um so besser, je tiefer und kühler er ist. Man kann auch, wenn man infolge des Terrains keinen tiefen Keller erhält, Thonerde oder trockenen Kies 5 m. hoch über dem gewölbten Keller aufschütten u. gut einstoßen. Ebenfalls gute Dienste leisten doppelte, gewölbte Keller mit Luftschicht zwischen den Gewölben. Die Wärme darf nicht über 8e R. steigen, denn das Bier verdirbt bei 10—127; f. übr. d. Art. Bierkeller, Eiskeller und Keller.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 219Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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