FeedThürzuwer ser
BaukunstBau-Lexikon 1881

Thürzuwer ser, ra., frz. valet m. de porte, engl. dSoorsecurer, können nach folgenden drei verschiedenen Prinzipien konstruirt werden: 1. Durch das Oeffnen des Thürflügels wird irgend ein Gewicht gehoben, welches den Flügel wieder in den Verschluß zurückzieht, wenn derselbe von der Hand des Oeffnenden losgelassen wird. Die gewöhnlichste Konstruktion dieser Art besteht in einem über Rollen gehenden Gegengewicht; besser ist es, das Gewicht auf die Spitze zweier schräger Hebel zu stellen, deren einer e mit seinem Unterende bei a, Fig. 3347, an die Thüre, der andere t an die Wand befestigt ist, bei b; bei g hängt mittels eines Gewindes das Gewicht b. — 2. Irgend eine Federvorrichtung wird beim Oeffnen angespannt und treibt den Thürflügel in seine ursprüngliche Stellung zurück, wenn er freigelassen wird. Solche T. können sehr verschieden konstruirt werden. — 3. Beim Oeffnen der Thür wird der Thürflügel genöthigt, in seinen Bändern etwas in die Höhe zu steigen, und hat dann das Bestreben, von dieser Höhe, vermöge seiner Schwere, wieder herabzugleiten. Hierdurch kehrt er in seine frühere Stellung zurück; s. dar. d. Art. Band VI. d. u. Fig. 418—420 auf S. 249, 1. Band. — J. Die Bänder sind mit irgend welchen Federvorrichtungen od. dgl. versehen oder dergleichen neben den Bändern angebracht. a) Die einfachste Art besteht darin, daß an dem Gewinde eine Spiralfeder befestigt wird, deren langgestrecktes Ende etwa in der Mitte der Thüre aufliegt, so daß die Feder die geöffnete Thüre in den geschlossenen Zustand zurückzudrücken strebt. b) Der französische Chürzug, Fig. 3348 u. 3349, besteht aus einem eisernen Cylinderibliothek Heidelberg * stück a, welches sich hinten um einen auf der Platte b be⸗ Di festigten Stift dreht und in einer Messinghülse e steckt, die fed eine gegen den Cylinder drückende Feder birgt und an der Fi die Leitstange d angebracht ist, welche sich in die Oese e da schiebt. Die Hülse e wird da, wo die Stange d aus ihr hervortritt, von einem Bügel erfaßt, welcher, ebenfalls an le bp drehbar befestigt, seinen Drehpunkt hinter dem von a u. näher nach der Thürmitte zu hat. Wird nun der Flügel n geöffnet, so wird wegen dieser Excentrizität die Hülse L mittels des Bügels genöthigt, sich nach a hin zu schieben, da⸗ A durch aber die Feder anzuspannen, welche dann strebt, die g

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 344Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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