FeedVar oder vär (nordd. Myth.)
TierreichBau-Lexikon 1881

Var oder vär (nordd. Myth.), Asin, die Aufsicht führt über die Eide zwischen Mann und Frau. Vara, f., Lat., Querholz, Gabel, Bock, Feuerbock. Vara, span., portug. barra, Stab, Stecken, bes. 1 Säule eines Traghimmels. — 2. Altes span. Längenmäß, war provinziell sehr verschieden; s. d. Art. Mäß, III. Band S. 345, und Elle. Varangue, f., franz. (Schiffb.), Bauchstück, Bauchwrange (s. d.). Varek, m., frz. varech, vareéc, m., 1. (Bot.) so nennt man an den Küsten der Normandie gewisse Seetange sowie die daraus gewonnene Asche, welche zur Darstellung von Jod und Brom verarbeitet wird. — 2. Strandrecht. Vares, f. pl., frz. vares crues, sind die ungaren Ziegel. Vargue, m., frz., in Belgien der Pferdegöpel. variabel oder veränderlich, adh., nennt man jede Größe, welche man in einer solchen Beziehung betrachtet, daß sie jeden willkürlichen Werth annehmen kann. Man bezeichnet die variablen Größen zum Unterschied von den konstanten oder unveränderlichen durch die letzten Buchstaben des Alphabets (&, Y, 2, u, V, W. . ). In der Gleichung des Kreises =rX, worin x die Abseisse, ydie Ordinate jedes Punktes desselben darstellt, sind X und 5 variable Größen, r, der Radius des Kreises, dagegen ist konstant. Jede Größe, welche von einer variablen Größe nach irgend einem Gesetz abhängt (wie hier y von ), heißt eine Funktion derselben u. ist natürlich wieder eine variable Größe; doch hat man zu unterscheiden zwischen unabhängigen und abhängigen Variablen, der Werth der ersteren (hier Hist keiner Bedingung unterworfen, während derjenige der letzteren (hier 5) durch den Werth einer unabhängigen Variabeln bedingt wird. Variationen, f. pl. (Math.), einer gegebenen Anzahl von Elementen (s. d.) sind alle möglichen, aus der Zufammenstellung einer bestimmten Anzahl derselben hervorgehenden Verbindungen. Alle V., welche gleiche Anzahl von Elementen haben, gehören zu derselben Klasse, und zwar zur ersten, zweiten etc., uten, je nachdem in ihnen 1, 2..1 Elemente zusammengestellt sind. So sind die V. zweiter Klasse aus den Elementen a, b, e, d: ab, ac, ad, ba, bo, bd, ca, eb, ed, da, db, de. Außerdem unterscheidet man noch V. ohne und mit Wiederholungen; bei den ersteren darf in jeder einzelnen V. dasselbe Element nur einmal vorkommen, bei den letzteren beliebig oft, so daß die V. 2. Klasse mit Wiederholung aus den Elementen a, b, , d sind: aa, ab, ac, ad, ba, bb, be, bd, Ca, Ob, α, ed, da, db, do, dd. Die Anzahl der V. ohne Wiederholung von n-Elementen zur mten Klasse wird n (— 1). x (m +1), dagegen mit Wiederholung einfach um. Ueber variable Kräfte s. d. Art. Kraft. Variationsrechnung, k. frz. calcul m. des variations, engl. oaloulus of variations, derjenige Theil der Mathematik, welcher lehrt, das Maximum oder Minimum (s.d.) von Integralen zu finden. So werden die Aufgaben: die Kurve zu finden, welche bei demselben Umfang den größten e Inhalt hat, oder durch eine doppelt gekrümmte Kurve die krumme Oberfläche zu legen, welche den kleinsten Flächeninhalt besitzt, mit Hülfe der Variationsrechnung aufgelöst. Diese ist einer der schwierigeren Theile der Mathematik.2 Die Behandlung der im Art. Variationen erklärten Vlen aber ist Gegenstand der kombinatorischen Analysis; s. auch d. Art. Infinitesimalrechnung. Variolit, m., Blatterstein, franz. crapaudine, f., engl.e loadstone (Miner.), feinkörniger bis dichter Diorit mit erbsgroßen Körnern und kleinen kugeligen Massen von Feldspat, findet sich im Grünstein etc.; Farbe braun, röth-v lich od. grün; variolitischer Pistazitfels, s. d.Art. Pistazitfels d. Varlope, f., frz., der Hobel mit Nase; grande v., die Rauhbank, der Fügehobel; v. 2 corroyer, die Fügebank; v. onglée, der Kehlhobel; v. à repasser, der Nachfügehobel; s. d. Art. Hobel. Varme, f., frz., der Formzacken, s. d. Art. Taque. Varnish, s.,engl., Firniß, Lack; to v., firnissen.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 399Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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