FeedWässerhund
TechnikBau-Lexikon 1881

Wässerhund, m., Pumpe, welche früher benutzt ward, thei OTHEK n im Kunstschacht das Wasser auf das Kunstrad zu heben id dasselbe zu treiben. Waserkalk, m., engl. water-Iime, s. v. w. hydraucher Kalk. Wasserkammer, m., frz. cloison d'eau, engl. waterets 0 w. Wasserraum od. Wasserwand eines Dampfssels (s. d.). Wasserkasten, m., 1.überhaupt viereckiger, bes. hölzerir Wasserbehälter, Wasserkessel (s. d. 2.), Röhrtrog etc. — Sammelgefäß vor der Schütze bei oberschlächtigen kühlen. — 3. franz. boite à eau, engl. water-box, auch asserkühlung gen., mit Wasser gefüllte Kästen an Oefen, n die sogenannte stechende Hitze zu mildern. Wasserkessel, m., I. zum Sieden des Wassers dienender ngemauerter Kessel, s. d. Art. Kessel, Kesselfeuerung, esselstein, Dampfkessel etc. — 2. An einer Wassersäulenaschine das obere Gefäß, in welches die Maschine das hobene Wasser ausgießt. Wasserkies, m., 1. s. v. w. Flußsand. — 2. s. v. w. trahlkies oder Markasit; s. d. betr. Art. Masserkitt, m., s. d. Art. Kitt, Steinkitt, Oelkitt. Wasserklinker, m., aus grauem Thon und Sand geeteter und gebrannter Ziegel. Wasserkluft, k. Bergb., Steinbr.), frz. enteaquifeère, ndant, siège, engl. aquiferons cleft, case, fissure filled ith Waber, s. d. Art. Kluft. Wasserknopf, w., s. d. Art. Knoten und Tau. Wasserkraft, k., effektive u. nominelle,s. d. Art. Arbeit, etriebswasser, Kraft, Leistungsvermögen, Maschine etc. Wasserkrahn, m., frz. grue hydraulique, engl. water2e, s. d. Art. Krahn, Eisenbahn etc. Wasserkrampe, Wasserkrempe, k. (Ziegl.), Erhöhung an veinen langen Seite der Kramp⸗ und Breitziegel. Wasserkrug, m., Attribut der Flußgötter, Quellymphen re., in der christlichen Kunst Attribut mehrerer eiliger, s. in M. M. a. W. Wasserkrystall, m. (Miner.), ganz reiner Bergkrystall. Wasferkunst. I. franz. machine à eau, engl. waterork, Vorrichtung, wodurch das Wasser gezwungen wird, zu einer gewissen Höhe zu steigen, um von da aus verilt zu werden; s. d. Art. Wasserleitung. lit / mothes 18845d4/0466 II. Wasserhaltungsmaschine, frz. machine d'epuisement, engl. water-engine, s. d. Art. Wasserlosung. III. Wasserkünste heißen auch noch die Vorrichtungen, durch welche das Wasser genöthigt wird, zum Vergnügen der Menschen nach allerlei Figuren zu laufen und zu springen etc., namentlich in Gärten; man rechnet hierzu: I. künstliche, durch eine Wasser⸗ oder Röhrenleitung gespeiste Teiche und Seen. — 2. Künstlich angelegte, oder mindestens in andere Formen gebrachte Bäche od. Flüßchen. — 3. Künstliche, d. h. scheinbare Quellen, entweder in Felsenpartien od.ineiner Rasenniederungemporkommend; wenn zu solchen Partien keine wirklichen Quellen zur Verfügung stehen, so thut man in der Regel am besten, das Wasser unweit der künstlichen Quelle wieder verschwinden zu lassen, damit man es weiter verwenden könne. — 4. Künstliche Wasserfälle, Kaskaden. Dieselben können begreiflich sehr verschieden angelegt werden: 2) man leitet das Wasser über natürliche od. nachgeahmte Felsenpartien in kleinen Absätzen sprudelnd herab; b) man läßt es große Sprünge machen, od. überhängende Felsenpartien, künstliche Ruinen u. dgl. passiren, so daß es in ganzfreischießenden Strahlen herabsprüht; e) man läßt es architektonisch eingefaßte Stufen und Absätze überspringen; d) man verbindet eine der letzten Arten mit Springbrunnen, so daß das Wasser theils sichtbar herabläuft, theils in Röhren, die es wieder zum Aufsteigen nöthigen. — 5. Künstliche Katarakte: a) man läßt das Wasser als Bach über kleine Felsstücke, gleich einem flachen Wasserfall, herabfließen; b) man leitet es von sanften Abhängen herab über Kies zwischen grünem Ufer; e) man leitet es von Anhöhen auf geraden oder gekrümmten, architektonisch eingefaßten Rampen herab, wobei man hier und da einen Absatz anbringen kann, damit es wehrartig darüber hinweglaufe; d) bei wenig Wasser macht es einen sehr guten Effekt, wenn man es auf den Oberzargen eines Freitreppengeländers herablaufen läßt, wobei man bei jedem Podest eine Plätscherfontaine anbringen kann. — 6. Springbrunnen (s. d. und d. Art. Fontaine); dort sind schon sehr viele Arten angeführt, es kann aber die Anordnung der Springbrunnen nach Gestalt und Lage ungemein manchfaltig sein und lassen sich Regeln darüber eigentlich nicht geben, sondern es muß dies dem Geschmack des betr. Architekten überlassen bleiben. Im allgemeinen ist Zersplitterung der treibenden Kraft zu kleinlichen Künsteleien zu vermeiden, ferner muß man die architektonische Einfassung an Bassins etc., bes. in der Nähe der Gebäude, mit dem Stil dieser Gebäude in Harmonie setzen. Bei größeren Anlagen, wo viel Wasser zu Gebote steht, wird man am besten thun, um nicht eintönig zu werden, einen Theil des Wassers zu Speisung von größeren Springbrunnen etc. zu verwenden, einen andern Theil aber zu kleinen Anlagen, wobei man dieselben aber auf dem Terrain so vertheilt, daß das nämliche Wasser zu Speisung mehrerer solcher Kleinigkeiten hinter einander verwendet wird und zuletzt sich in dem tiefsten Punkt des Parkes in einem See oder dgl. sammelt. Ist natürliches Gefälle zu Speisung der Springbrunnen nicht in genügendem Mãße vorhanden, so legt man an diesem tiefsten Punkt die W. oder sonstige Wasserhebmaschine an, so daß das Wasser gezwungen wird, eine Art Kreislauf zu machen.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 456Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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