FeedGoldfarbe
Haus & KücheBau-Lexikon 1881

Goldfarbe, f, 1. s. v. w. Goldgelb, s. Gelb. Zu Herstellung desselben dient Neapelgelb miteiner kleinen Quantität Schwefelarsenik u. etwas spanischem Weiß. — 2. Zu glit / mothes 1882bd?/0492 K Heidelberg DFC goldfarbigem Anstrich auf Zinn od. dgl. Metallen, od. auf versilbertem Holz, wasche man / Pfd. reinen Gummilack, ge bis das Wasser sich nicht mehr röthet, trockne ihn dann, b pulverisire ihn fein und setze ihn mit 1 Pfd. Weingeist in einem glasirten irdenen Gefüß zu, welches so groß ist, daß es die Ingredienzien nur zum dritten Theil füllen. Man g setze dieses Gefüß in ein anderes, welches Wasser enthält, bringe beide überein Kohlenfeuer, halte das Wasser kochend, a bis sich der Gummilackauflöst, sorge auch dafür, daß weder ein brennendes Licht noch sonst Feuer in die Nähe kommt. Man rühre es während des Kochens mit einem Stäbchen d von weißem Holz um und kann ein wenig Curcume zu⸗. setzen. Die Auflösung seihe man durch ein dichtes leinenes Tuch und thue sie in Flaschen, die man gut verkorkt. Bei der Verwendung gebe man miteinem Pinsel drei Anstriche,‚ z jedoch so, daß der vorhergehende immer gut trocknet, ehe der nachfolgende aufgetragen wird. — 3. Zu Erzeugung des Goldscheins auf Messing 16 g. Gummilack, 1 g. Drachenblut und etwas Curcume, in 128 g. Weingeist gelöst und mit dem Schwamm aufgetragen. Nehnlich wirkt in Weingeist aufgelöster Schellack, mit Gummigutti, Orleans, Safran oder Sandelholz gefärbt.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 482Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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