Giacosa (Giuseppe), ital. Bühnendichter, geb. 21. Okt. 1847 zu Colleretto Parella, im Bezirk Ivrea, erhielt seine Vorbildung zu Jyrea, studierte darauf an der Universität zu Turin die Rechtswissenschaften und ließ sich, nachdem er die jurist. Doktorwürde erlangt, daselbst als Advokat nieder. Bald versuchte er jedoch sein Glück als dramatischer Dichter mit dem Stück A can che lecca cenere non gli fidar farinao (Tur. 1872). Diesem folgten: „Storia vecchia (Tur. 1872), Affari di Banca (Tur. 1873) und La partita a scacchi (Tur. 1873). Letzteres Stück wurde auf allen Bühnen Italiens aufgeführt und fand großen Beifall, ebenso auch «I figli del marchese (Tur. 1874), AArturos (Tur. 1874), Tristi dubbio (Tur. 1875), ATrionfo d'Amorer (Tur. 1875), II marito amante della moglien (Tur. 1877), aIl fratello d'armi (Tur. 1878). Später schrieb er noch: eIl conte Rossor, dreiaktiges Drama in Versen (Tur. 1880), II filo. Scena filosofico-morale per marionette (Tur. 1883). Eine Sammlung seiner Scene e commedies erschien in Turin 1877.