Giannotti (Donato), ital. Historiker und Staatsmann, geb. 1494 in Florenz, wurde 1527 zum Sekretär der florentinischen Republik ernannt und bekleidete die Stelle, welche Machiavelli bis 1512 inne gehabt hatte. Nachdem die Medici 1530 zurückgekehrt waren, wurde G. verbannt, hielt sich einige Zeit an den Grenzen Toscanas auf und ging sodann nach Venedig, wo er sich mit litterarischen Arbeiten beschäftigte und 1563 starb. Er schrieb: »Della repubblica di Veneziao (Rom 1540; seither sehr oft gedruckt), Della repubblica fiorentina libri IVy (Vened. 1721 u. öfter), Discorso delle cose d'Italia o, Vita di Niccolò Capponio, «Vita di Girolamo Savorgnano, Letteres. Seine sämtlichen Werke gaben Rosini (3 Bde., Pisa 1819) und am besten Polidori (2 Bde., Flor. 1850) heraus.